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Samurai III: Duel on Ganryu Island (Hiroshi Inagaki, Japan 1956)

Der dritte Teil ist vielleicht der beste, weil ausgeklügeltste. Dennoch hab ich mich öfter (ja, ich gebe das einfach mal zu:) gelangweilt. Doch weshalb? Hier finden alle Themen zusammen in einer schönen Ausgewogenheit: Inagaki findet eine tolle Balance zwischen actionreichem Swordplay und Liebesmelodram; die offenen Fäden werden zusammengeführt und ausformuliert, und trotzdem... war es irgendwie...langweilig, teilweise.
Mifune alias Takezo alias Musashi Miyamoto findet zu erhabener Samurai-Größe, der nichts mehr beweisen muß. Er spielt ihn mit einer Würde und Reife, da kann man sich kaum vorstellen, wie er noch im 1. Teil ein wildes Pferd war. Koji Tsuruta (als Kojiro Sasaki) ebenso: gut. Der Geck, der Faun und Karrierist im Samurai-Pelz gefällt als Opponent und teils zwielichtig-abstoßende, teils eitle Verführergestalt. Plötzlich taucht Takashi Shimura auf, wie aus dem nichts, und ebenso verschwindet er wieder...wie schade. Otsu (Kaoru Yachigusa) leidet wieder unglaublich unter den Komplexen Musashis, dem sie doch schon längst vergeben hat. Zwischendurch wird noch ein 7 Samurai-ähnlicher Plot eingefügt, der die beiden zusammenfinden läßt, und zeigt, wie relaxt Musashi geworden ist. Bauer sein ist auch schön! Und außerdem kann man so den Film auf über 1,5 Stunden aufblasen. Nu ja, schlecht ist er beileibe nicht, aber da fehlt etwas die Leidenschaft des Filmemachers, dem vor Begeisterung die Gäule durchgehen. Das ist irgendwie zu ordentlich strukturiert, und nimmt dem Film gerade dadurch die Kraft. Anders kann ich mir meine (relative) Enttäuschung nicht erklären...
Ach ja, der Schlußkampf -Mifune vor der aufgehenden Sonne am Meer- ist schlicht: geil.

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