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Kaiji / Jinsei gyakuten geemu (Toya Sato, Japan 2009)

In einem kleinen Supermarkt verdient sich Kaiji (Tatsuya Fujiwara) seine paar Kröten, um über die Runden zu kommen. Als er urplötzlich von skrupellosen Krediteintreibern eingesackt wird, wird es jedoch ernst: die Bürgschaft, die er vor Jahren einem Freunde auf einen Kredit gewährte, soll eingelöst werden, denn eben jener Kumpel ist spurlos verschwunden. Die Summe aufzutreiben ist ihm naturgemäß unmöglich, da schlagen sie ihm einen Deal vor: er soll sich auf ein mysteriöses Kreuzfahrtschiff begeben, um dort an einem riskanten Glücksspiel teilzunehmnen, bei dem es um alles oder nichts geht...

Diese Manga-Live-Action-Verfilmung ist so ziemlich das Übelste, was ich seit Langem gesehen habe. Hier ist mit viel Aufwand und großen Summen Schrott produziert worden. Der Film zerfällt völlig in seiner Episodenhaftigkeit, ist unerträglich in seinem pseudo-Pathos und schlicht nervraubend in der Manie, jede Szene bis ins Letzte auszuschlachten. Man hält es kaum auf dem Sitz aus - zumal der Film auch nicht enden will. Über zwei stunden Laufzeit fühlen sich an wie Jahre. Seine Gesellschaftskritik, die zweifellos in ihm steckt, verpufft vollständig, da alles dem Diktat des Entertainments geopfert wird. Und weshalb man so einen Film einem Festivalpublikum zumutet, ist mir ein Rätsel.

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Link
 (original Poster)

Michael Schleeh
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