Direkt zum Hauptbereich

Mei Ling (Stéphanie Lansaque und Francois Leroy, Frankreich 2009)


MEI LING ist ein graphisch schön gestalteter animierter Kurzfilm über eine junge Dame, wohnhaft in Hongkong, die es mit einem unzuverlässigen Liebhaber zu tun hat. Der kleine Tintenfisch, der sein Leben glücklicherweise nicht in der Suppe aushauchen mußte (und erst in einem Wasserglas überlebt:


später dann in der Badewanne), entwickelt eine regelrechte Zuneigung zu seinem Frauchen. Ist klar, dass er sich dann auch für sie einsetzt, als der Bösewicht von Liebhaber die Angebetete mal wieder hängen läßt. Das geht aber selbstredend nur mit der entsprechenden Statur. Hier ein Filmbild aus der Sicht des Aquariumbewohners mit einem subjektiven point of view-Schuß:



Produziert wurde der Film von arte und - bevor die Frage nach der Verfügbarkeit aufkommt - wird sicherlich bald irgendwann wiederholt. Hier die Infos zur Ausstrahlung vom 8. Oktober.

Kommentare

  1. Netter Film. Man muss nicht auf Arte warten, denn es gibt ihn bei YouTube, sogar in HD.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Im Wahnsinn nachtdunkler Farben: The Ghost Bride (Chito S. Rono, Philippinen 2017)

The Ghost Bride ist einer der unzähligen philippinischen Grusel-Horror-Filme, die in ihrer tendenziell dilettantischen Machart hochsympathisch sind, auch weil es ihnen immer wieder gelingt, für Abwechslung und damit Überraschung zu sorgen: immer wieder spektakulär tolle Bilder, die aus einem Wust aus TV-Film-Optik herausragen, komische Geister aus dem südostasiatischen Raum (hier auch aus der chinesischen Mythologie) inmitten unzähliger amerikanisierter Jump-Scares, saturierte Farben verstörender Alpträume in einem Einheitsgrau der Bildgestaltung. Plötzlich hervorbrechend gutes Schauspiel in einem bisweilen an Overacting leidenden und an Ungelenkheiten krankenden Geisterfilm. Also Dinge, die verstören, faszinieren, begeistern. In einem Film, der streckenweise ziemlich öde, der in seiner Narration behäbig ist, und bei dem man immer wieder den Überblick verliert. Weil er vollgestopft ist mit Nebenhandlungen. Es ist eine typisch philippinische, schwer in sich verästelte Überforderung mit…

shomingeki deluxe: Ein Gespräch über EQUINOX FLOWER von Yasujiro Ozu (Japan, 1958)

Heiraten, ja oder nein? Und wenn, dann wen? Und was sagt der Vater dazu, wenn der Schwiegersohn doch nicht ganz den Erwartungen entspricht? Ein weiteres Mal behandelt Yasujiro Ozu dieses Thema in einem seiner späten Filme, dieses mal erzählt aus der Sicht und Perspektive des Vaters.  Thomas Laufersweiler von SchönerDenken hat mich eingeladen, mit ihm über EQUINOX FLOWER von Yasujiro Ozu zu sprechen. Wir haben fast eine ganze Stunde miteinander diskutiert und hätten noch viel mehr sagen können, glaube ich. Das Gespräch findet ihr hier: 
Link
 (original Poster)

Michael Schleeh
***

Digi-Tech und Geta-Klappern: SUMMER WARS von Mamoru Hosoda (Japan, 2008)

"Die Eröffnung, ein wilder Strudel der Farben auf weißer Leinwand. Chaos. Vorbeirauschende Symbolketten und glitzernde Schwärme von Abziehbildchen, blinkende Icons und Avatare, die aufeinander zujagen, in rasanten Kurven wie bisher nur Raumschiffe durchs All schossen, außer Kontrolle oder doch nicht – und in der Mitte, da dreht sich der große Katzen-Bodhisattva. Mit leichtem Grinsen und einem Om auf den Lippen. Irgendwie auch debil wahnsinnig zwischen Digimon und Doraemon und chinesischer Winke-Katze. Im digitalen blank space von Summer Wars, an dem Ort im digitalen Netz, an dem alles zusammenkommt. Im Herzen aller Anwendungen, aller mobilen Dienste, aller Apps und jedes digitalen Contents, dort gibt es den einen Punkt, der die Welt zusammenhält: es ist Oz, der neue Mittelpunkt der Erde. Und wenn er kollabiert, dann geht sprichwörtlich nichts mehr. Nirgendwo."
Für die japanische Kulturwebseite Tanuki Republic habe ich mir Mamoru Hosodas SUMMER WARS angesehen, un…