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Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Mondomanila (Khavn de la Cruz, Philippinen / Deutschland 2012)

Das philippinische Independent-Punk-enfant terrible KHAVN hat einen neuen Film gemacht, der seit gestern sogar in ausgesuchten Kinos läuft und von REM sowohl produziert wurde als auch vertrieben wird. Ein wilder Ritt in das Herz der Dunkelheit Manilas ist das, und ich darf sagen, er gefällt mir ähnlich - aber anders - gut, wie VAMPIRE OF QUEZON CITY. Jedenfalls, er ist ein Film, der sich zwischen alle Stühle setzt. Und MONDOMANILA ist vor allem eines: er ist nicht kompatibel – nicht zu unseren Sehgewohnheiten, nicht zu den Ansprüchen unseres sogenannten Arthousekinos, das eigentlich ein mit schönen Bildern konsumierbar gemachtes, abgemildertes Betroffenheitskino ist, und auch nicht zum Imperativ der politischen Correctness der Alternativkulturen. Khavn schert sich offensichtlich einen Scheißdreck um das alles. Nur gut kommen, das muss es. Für Hard Sensations habe ich mir den Film angesehen, ebendort findet ihre meine Filmkritik.

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Solang ich lebe / Jab Tak Hai Jaan (Yash Chopra, Indien 2012)

Der stille Eigenbrötler Samar (Shah Rukh Khan) arbeitet für das indische Militär als Bombenentschärfer, wo er sich einen legendären Ruf als "Mann, der nicht sterben kann" erworben hat. Im Gegensatz zu seinen Kollegen trägt er bei seinen Einsätzen nämlich keinen der dicken, unförmigen Schutzanzüge und Gesichtsmasken, sondern geht mit bloßen Händen und im Grünzeug an die Sache ran. Weshalb nun der schöne Unzugängliche so rücksictslos mit seinem Leben spielt, diese Geschichte erzählt JAB TAK HAI JAAN.
Es ist freilich die Geschichte einer unerfüllten Liebe, die hinter seinem persönlichen Unglück steht. Die eines Schwurs im Geiste der Religion, die seine Geliebte von ihm fernhält. In einem Rückblick blättert der Film die Geschichte der beiden ungleichen Liebenden auf: in London soll die schöne Meera (Katrina Kaif), Erbin eines Supermarkt-Tycoons (Anupam Kher), an einen erfolgreichen Karrieremenschen verheiratet werden. Da sie der Augapfel des Vaters ist, wagt sie nicht zu widers…

That Girl in Yellow Boots (Anurag Kashyap, Indien 2010)

Das junge Mädchen Ruth aus England (Kalki Koechlin) reist nach Indien um ihren Vater zu finden. Der hatte ihr zum Abschied einen mysteriösen Brief hinterlassen, allerdings ohne seinen Aufenthaltsort mitzuteilen. In Mumbai findet sie Arbeit in einem Massagesalon und verdient sich dort das Geld, um weitere Nachforschungen über den Vermissten anzustellen. Dass sie dort auch sexuell ausgebeutet wird, versteht sich: für einen "Handshake" gibt es ein extra Taschengeld. Ihr zwielichtiger Freund ist ein kokainabhängiger Strauchdieb, der sie permanent bedrängt und natürlich dann auch in Schwierigkeiten bringt. Allein schon deswegen, weil er sich mit dem Boss einer Drogenbande anlegt.

THAT GIRL IN YELLOW BOOTS ist eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits lassen sich in diesem Film sehr viele bis zum Klischee erstarrten Motive finden - das dreckige, verkommene Mumbai, das Mädchen aus der Fremde in der Großstadt, das in die Prostitution rutscht, der Wahnsinn der Abhängigen, usw - u…