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That Girl in Pinafore (Chai Yee-Wei, Singapur 2013)



 Wenn das mit der jugendlichen - und ziemlich unschuldigen - Liebe auf Anhieb nicht so hinhaut, und dann aber irgendwie doch, dann ist man bei einem Film wie That Girl in Pinafore mitten in einer turbulenten RomCom gelandet. In diesem Fall in einer ziemlich beschwingten, denn Komödie ist er auch, klar, aber auch mit Musical- und Musik-Film-Aspekten wird gespielt. Da die Eltern des (Anti-) Helden und Schulabbrechers eine schlecht laufende Musikbar betreiben, muss nun der Filius ran mit seiner zusammengetrommelten Band. Und wie das Leben so seine Geschichten schreibt: die drei hübschen Mädels, die man am Beginn des Filmes kennenlernen durfte, als man sich noch ausgelassen durch das Singledasein durchfurzte, haben sich zur Mädchenband gefunden - und gemeinsam ist man dann eine richtig heiße Nummer.

Aber eigentlich konzentriert sich der Film sehr auf seine Protagonisten Jiaming und das Mädchen May, das unter einem dramatischen Herzfehler leidet, wie unter einer dominanten Mutter, die das Einsertöchterchen zum Studium in die USA schicken (= abschieben) möchte. Dumm nur, dass May sich in den Sänger und Herumtreiber der Boyband verknallt hat. Und so geht es dann weiter in den bekannten und ausgelatschten Bahnen der im Drehbuch herbeigeschriebenen Konflikte, dabei manchmal durchaus charmant in kleinen Details und mitunter sogar ganz anrührend. So richtig funktioniert das alles aber leider nicht, der Affekt versandet irgendwo, alles Existenzielle wird im nächstbesten Jokus seiner Ernsthaftig- Und Welthaftigkeit beraubt. Der Film will zu viel mit seinem ganzen Tohuwabohu und den vielsträngigen Ausdifferenzierungen, die nur den Fokus trüben. Dass die Band dann auch stilistisch wahllos aufgestellt ist, kann als Signum für einen alles umarmenden Film gelesen werden: vom malaysischen Folksong bis hin zur Rocknummer oder zum Funkstück haben die alles auf der Pfanne, ohne jemals geübt und miteinander geprobt zu haben. Da nimmt der Film viel zu viele Abkürzungen, was ihn letztlich schwer beschädigt. Authentisch ist hier gar nix, und das ist ein Problem.

Ansonsten gefällt sich der Film allzusehr in seinen ausgestellten Popallüren, mit durchs Bild fliegenden Zeichentrickwolken und Trompeten wie in einem Gondry, oder den kommentierenden Geräuschen auf der Effekttonspur. Ein Saxofonspieler dann in New York als Scherenschnitt und Bilder der Großstadt im Zeitraffer. Gut, dass das schnell vorbei ist, oder man geht halt eben eine Cola holen. Am Ende dreht sich die Heldin vermutlich nochmals im Grabe herum - Szenen, in denen der Film das Ende nicht findet. So nimmt es nicht Wunder, dass 1:53 Stunden eindeutig zu lang sind für das hühnerbrüstig ausgeführte Konzept des Films. Aber vermutlich waren die langen Musikpassagen Pflicht - Werbung für den Soundtrack, mitgeliefert im Film. Ganz schön allerdings die lokal linguistischen Rivalitäten: Englisch vs. Mandarin vs. Malaiisch. Alles in allem: ganz hübsch, aber unglaubwürdig und schlußendlich völlig überflüssig.

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