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Berlinale 2016: The Bacchus Lady (E J-yong, Südkorea 2016)

Ob er, der älter Herr, gerne ein Fläschchen Bacchus-Wasser kaufen möchte, fragt die Seniorin Youn So-young – und eigentlich meint sie damit etwas ganz anderes als das taurinhaltige Potenzgetränk: sie arbeitet als Prostituierte in einem Park und kommt auf diese Weise mit potenziellen Freiern in Kontakt, die dort spazieren gehen. Der Ort: Jongno in Seoul, ein historisches Wohn- und Stadtviertel, das sich aber auch durch seine Nightlife-Szene auszeichnet. Was mit Koreas Seniorengeneration passiert, wenn die sozialen Backup-Sicherheitsnetze wegfallen, das zeigt dieser Film schmerzhaft und doch wie nebenbei, ganz souverän auf sehr humoristische Weise. Freilich droht bei dieser ungewissen Zukunft ständig das Abdriften in völlige Altersarmut, da Youn keine Familie mehr hat, die sie unterstützn und auffangen, oder gar einen Lebensabend im Altenheim finanzieren könnte. Sie wohnt in einer kleinen Wohnung in einem Hinterhof, mit einem Transgender-Nachbarn als Vermieter und einem jugendliche...