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Posts mit dem Label "Johnnie To" werden angezeigt.

Don't Go Breaking My Heart (Johnnie To & Wai Ka-Fai, Hong Kong 2011)

Der Crash der Lehman Brothers wirkt sich auch in der hongkonger Finanzwelt katastrophal aus. Viele verlieren ihre Jobs und räumen die Büros. Dananch: leere Schreibtische, leere Räume. Über leeren Raum hinweg entsteht auch eine Liebesgeschichte, zunächst mit Post-Its an den Fenstern: Signale der Kontaktaufnahme hinüber zum Büro im anderen Gebäude. Die sollen die hübsche - und sehr aufrichtige - Analystin Yen becircen (Gao Yuan-yuan), was auch funktioniert. Jedoch, Banker Sean (Louis Koo, nonchalant) ist ein Weiberheld. Aber da ist noch eine andere verlorene Seele (Kevin), gespielt von Daniel Wu, der gute Gegenpart zum Hallodri, allerdings gerade dem Alkohol verfallen, weil: Krise. Aber auch er füllt Räume aus: er ist Architekt. Und jenseits von Post-Its baut er ihr dann gleich ein ganzes Gebäude, riesengroß in Suzhou (ihrer Heimat). Nach ihrem Schatten ist es geformt, den sie an die Wand warf als sie sich am ersten Abend trafen. Es ist also ein permanentes Spiel mit Räumen und de...

Drug War / Du zhan (Johnnie To, China/Hongkong 2012)

Viel Aufhebens wird gemacht um Johnnie Tos "erste" Mainland-Action-Produktion (obwohl der Film durchaus HK-co-produziert ist und auch teilweise in Hong Kong selbst spielt, die zweite Hauptfigur Honk Kong-Superstar Louis Koo ist und To die Romcom DON'T GO BREAKING MY HEART (2011) ebenfalls schon in China drehte) - und damit soll einerseits darauf abgehoben werden, dass das Filmemachen in Hong Kong (wieder mal) in einer Krise stecke, und andererseits der chinesische (Absatz-) Markt, alles dominierend, die habgierigen Krallen ausstreckt. Und in gewisser Weise sind die Befürchtungen auch berechtigt, denn was wird aus dem "unabhängigen" Filmland Hong Kong, wenn sogar schon Johnnie To, eine Ikone der Stadt, seine Filme nach den zensurkonformen Mainlandbedingungen ausrichtet! Aber man darf sich beruhigen: DRUG WAR ist ein echtes Johnnie To-Brett geworden. DRUG WAR wird dominiert von formalen Strukturen, die über zwei Knotenpunkte die Entwicklung des Films steue...

Life without Principle (Johnnie To, Hongkong 2011)

Als auf den internationalen Währungsmärkten die Krise ausbricht – und insbesondere der schwache Euro zu Turbulenzen führt – sind Risikokapitalanleger in einer schwierigen Situation: einerseits lässt sich mit etwas Glück in kürzester Zeit viel Geld machen, andererseits kann das angelegte Geld schneller futsch sein, als man Enter drücken kann. In dieser Situation ist die Investmentbankerin Teresa (Denise Ho) in einer schwierigen Position, denn ihre Umsätze stimmen nicht und der Druck durch den Chef steigt. So sieht sie sich dazu gezwungen, harmlosen, von Anlagedingen nicht das geringste verstehende Kunden zu heiklen Anlagen zu bewegen. Zugleich hat sie es mit einem schmierigen Kredithai zu tun, dessen Portfolio sie betreut, und der mit Geschäften unter der Hand und mit verzweifelten Anlegern, die schnell Bares brauchen, ein Vermögen macht. Dieser ist auch die Verbindung zur Unterwelt, zu den Triaden. Denn auch hier bestimmt alles das Geld. Lediglich der loyale Gangster „Panther“ (Lau Ch...