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Posts mit dem Label "Tan Chui Mui" werden angezeigt.

All my Failed Attempts (Tan Chui Mui, Malaysia 2008)

Ein Experiment ist es, das die sehr agile Tan Chui Mui, ihres Zeichens Filmemacherin, Produzentin, Cutterin, Scriptwriter und manchal auch Schauspielerin, hier präsentiert: auf der DVD versammeln sich 7 Kurzfilme, die sie alle innerhalb eines Jahres gedreht hat – mit der Besonderheit, dass jeder Film konsequent innerhalb eines Monats realisiert werden mußte. Zeitdruck also, die Ballung der Kreativität auf den Punkt hin und der Druck im Hier und Jetzt zu arbeiten, nicht mehr revidieren zu können, zeichnet diese Produktion aus. Und was am Ende herausgekommen ist, das ist von unterschiedlicher Qualität. Der selbstironische Titel zeugt davon, dass wohl auch ein klein wenig Wahrheit in ihm steckt. Die gelungeneren Filme der jungen, sympathischen Regisseurin sind dialoglastige, melancholische Momentaufnahmen zeitgenössischen, modernen Lebens, in denen die Konflikte junger Menschen mit großer Leichtigkeit gezeigt werden, ganz ohne dräuende Arthouse-Schwere oder flatterhafte Anbiederungen an ...

One Future (Tan Chui Mui, Malaysia 2009)

In ihrem Kurzfilm One Future entwirft die Regisseurin eine dystopische Zukunft: den Menschen ist durch den Staat jede Sorge genommen, alles ist geregelt, jeder ist glücklich. Als sich in einem ungenannt bleibenden Mann ein Problemgefühl einstellt, weil er seine Wohnung nicht mehr betreten kann, muß er dies artikulieren. Und wie in Truffauts Fahrenheit 451 das Lesen von Büchern verboten war, so ist hier das Sprechen nicht erlaubt. Als er dies doch tut, wird er von einer Agentin in Handschellen gelegt und abgeführt. Dieser problematisch moralische Film ist zwar mit netter, reduzierter Klimpermusik unterlegt, kann aber leider nicht überzeugen. Allzu deutlich trägt er seine gesellschaftskritische Botschaft vor sich her, als dass da etwas Interessantes bliebe, das sich zu entschlüsseln lohnte. Auch die Verwendung eines off-Erzählers, der wie ein Märchenonkel die Handlung kommentiert, verstärkt zwar den utopischen Gehalt der Fiktion, verweist aber zugleich auf die Unzulänglichkeit der Reg...

A Tree in Tanjung Malim (Tan Chui Mui, Malaysia 2004)

Ein siebzehnjähriges Mädchen trifft spätabends (in Kuala Lumpur?) einen etwa 30jährigen Bekannten. Sie unterhalten sich in einem Imbiss, liegen auf der Wiese, singen ein Lied zusammen, laufen durch die Stadt. Tan Chui Mui ist ein wunderbarer, 24 minütiger, Kurzfilm gelungen (und mit dem sie auch auf Festivals (u. a. Oberhausen) Preise gewann). Prätentionslos, beobachtend mit statischer Kamera, unaufdringlich fängt sie die sehr authentischen Gespräche, das Schweigen, die Nacht und ihre Geräusche, die Farben ein. Das Mädchen wird morgen 18 Jahre alt werden, er schenkt ihr Middlemarch von George Eliot. Sie weiß nicht, was sie mit so einem dicken Buch anfangen soll. Sie erzählt ihm zweimal von ihrer blöden Busfahrt am Morgen, wie sie die Haltestelle verpennt habe, und dann weit draußen auf den Bus zurück warten mußte. Doch dort habe sie einen Baum gesehn mit wunderschönen dünnen Blättern: den Tree in Tanjung Malim , einer Ortschaft etwa 70 km außerhalb von Kuala Lumpur. Doch wie sie spät...