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Posts mit dem Label "Masahiro Kobayashi" werden angezeigt.

Wakaranai: Where Are You? (Masahiro Kobayashi, Japan 2009)

Mit wackliger Handkamera gefilmt, ohne zusätzliches Licht, wodurch die Dunkelheit viele Details, teilweise sogar ganze Bilder zu verschlucken droht, alles ohne Musik: Masahiro Kobayashis WAKARANAI schaut nach einem waschechten Independent-Film aus. Und die Produktionsfirma namens 'Monkey Town Productions' spricht ebenfalls dafür, denn die hat offensichtlich alle Kobayashi-Filme produziert. Das dürfte folglich die eigene Produktionsfirma des Regisseurs sein. Es beginnt auch schon sehr ungewöhnlich, wie man das bei einem kommerziellen Film nicht erwarten würde: denn am Anfang des Films ist erstmal nichts. Ein Song ertönt, Gitarre und Gesang, gut fünf Minuten lang, dazu ein Schwarzbild. Dann erst beginnt der eigentliche Film mit einem Filmbild . Am Ende genauso merkwürdig: der Junge stolpert aus der Szene, eine endlose Straße entlang, so verlässt er das Filmbild, den ganzen Film. Das Ende ist ein Aufbruch ins Unbekannte. Die Kamera lässt ihn gehen, in eine ungewisse Zukunft h...

Harus Reise / Haru's Journey / Haru tono tabi (Masahiro Kobayashi, Japan 2010)

Der Film beginnt mit der Außenansicht eines kleinen Wohnhauses, leicht heruntergekommen, wie es in vielen Ortschaften auf dem Land zu finden ist. Ein paar rote Flecken, die einsamen Blumen vor der Tür. Heraus stakst der Großvater, sichtlich aufgebracht, im Mantel, bereit weg zu gehen. Seine Hüfte ist kaputt, ein Bein zieht er stark nach. Haru kommt dann heraus, sie schreit ihm nach, hat eine rote, gesteppte Jacke an und einen Ruksack auf dem Rücken. Sie rennt hinter ihm her, er hört sie nicht in seiner Wut, die Kamera schwenkt, man sieht, sie sind am Meer, ein Fischerdorf, der Wind bläst, die Küste. Ein Jahr vor Fukushima, ein Jahr vor den Flutwellen des Erdbebens. Jetzt ist das alles Geschichte, der Film ein Dokument. Wie der Ort genau heißt, erfährt man nicht im Film. Es muss aber nördlich von Sendai sein, denn dort stehen sie wenig später am Bahnhof, irgendwo auf dem Weg nach Ishinomaki, eine Stadt, die traurige Berühmtheit deswegen erlangt hat, da die Zerstörung des Tsunami do...