Auch in diesem Film, einem psychologischen Horror-Thriller, arbeitet Joko Anwar mit stark gesättigten Farben in seinen Bildern. Das fällt nicht ganz so radikal aus wie in Dead Time: Kala , führt aber auch zu einem unangenehmen Eindruck der Bedrängung. Als ob die eingefärbte Welt Jakartas visuell auf die Personen einstürzt, die Eindrücke immer ein bisschen zu stark sind, man im Prinzip wehrlos ist gegen die optische Vorherrschaft der Bilder. Und natürlich geht es in diesem Film auch um das Sehen, vor allem um das Sehen und die Wahrnehmung von Kunst, Medien, TV, Realität: Der Protagonist ist ein talentierter Bildhauer, der mit einer Ausstellung von Skulpturen großen Erfolg hat. Sie alle stellen nackte, schwangere Frauen dar, die sich in recht aufreizenden Posen präsentieren. Der vergrößerte Bauch steht dabei meist im Zentrum des Objekts, mit ihm das zu erwartende Kind. Hier greift nun Anwars Psycho-Schleife: der Künstler selbst scheint nämlich impotent zu sein, beziehungsweise unter...
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