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Posts mit dem Label "Taiwan" werden angezeigt.

Spectrum of Nostalgia (Chen Yi-chu, Taiwan 2017)

 Spectrum of Nostalgia is an experimental and autobiographical short-film of Taiwanese female director Chen Yi-chu (or -zu) with a running time of 24 minutes. Chen's approach is - by using old VHS-Tapes of her childhood - artistical: she cuts the tapes into small fragments of her past that seem to narrate a story which describe a problematic time in her youth. Rearranged, and softened by her own voice as a narrator, she comments on the developments from being the center of attention of the family to a horrible scenario in which her father loses his job and falls into depression.  She never accuses anyone or anything, but describes - formally aswell by arranging the cinematic snippets - the destructive energy that disrupts her family ties . She, too, poses the question what 'reality' is, and how it may be unconsciously translated into something different by our own memories . Chen Yi-chun basically asks, what is true and what is false, even if it is something th...

Zombie Fight Club (Joe Chien, Taiwan 2014)

Joe Chiens Nachfolge-Film zum schon damals sehr geschmacklosen Debut ZOMBIE 108 haut wieder in dieselbe Kerbe. Sehr viele Zombies, sehr brutal, sehr misogyn. Und: Frauen haben bei Joe Chien nichts zu lachen, es sei denn, sie befinden sich unter dem Einfluß von bewußtseinserweiternden Drogen. Ansonsten dürfen sie schön den pushed up-Busen oder gleich das Hinterteil in die Kamera halten, bevor der Dominator anrückt und es ihnen mal so richtig besorgt. Ich glaube, so primitiv und animalisch habe ich das selten gesehen - und es ist offenkundig, dass wirklich alle Darstellerinnen ausschließlich wegen ihres Aussehens gecastet worden sind. Lasst alle Würde fahren, Herrgott! Hier hätte mich mal ein Behind-the-scenes-Special interessiert. Aber nun zum Film, der mit einem dystopischen Szenario startet, das ebenfalls keine Gefangenen macht. Und wenn dein eigenes Gehirn irgendwann kapituliert, dann geht es dir nicht anders, wie den Figuren im Film (oder Andy On, über dessen Karriere man s...

Hong Kong International Film Festival 2014: BLIND MASSAGE (Lou Ye) ~ SHADOW DAYS (Zhao Dayong) ~ THAT DEMON WITHIN (Dante Lam) ~ ICE POISON (Midi Z)

Ein Film von Lou Ye, TUI NA / BLIND MASSAGE , einem chinesischen Regisseur der sogenannten „sechsten Generation“, der mit der Zensurbehörde seines Landes schon seit Jahrzehnten immer wieder aneinandergerät. Seine Filme werden mindestens zensiert, meistens landen sie direkt auf dem Index. Und da ist es kein Wunder, dass dieser regimekritische Nestbeschmutzer ein Liebling europäischer Filmfestivals ist, die sich selbst allzu gerne progressiv und aufgeklärt präsentieren. Das könnte natürlich prinzipiell gewaltig abschrecken und zu trotziger Verweigerungshaltung führen – was natürlich auch wieder total albern wäre. Und dann: einer meiner chinesischen Lieblingsfilme stammt genau von diesem Lou Ye, es ist der in Shanghai spielende Film SUZHOU RIVER (2000). Vor allem seine suggestive Kameraarbeit ist es, die einen völlig fassungslos werden lässt, die immer wieder wie in einem zärtlichen Rausch die Bilder über den Plot dominiern lassen, und die mich damals schwerwiegend beeindr...

Hong Kong International Film Festival 2014: The Palace on the Sea / Hai shang huang gung (Midi Z, Taiwan/Myanmar 2014)

In Midi Zs jüngstem Film, einem Kurzfilm von nur 15 Minuten Länge, begegnen wir wieder der Protagonistin Sanmei, die wir bereits in seinen Filmen POOR FOLK und ICE POISON kennengelernt haben. Hier ist sie nun in Vietnam angekommen, will aber unbedingt wieder nach Hause, da sie sich im fremden Land verloren und einsam fühlt. Freilich äußert der Film das nicht konkret, vielmehr zeigt er es in ihrer Rastlosigkeit, die sie durch die Stadt und dann hin zum Meer treibt. Auf ihrem Weg begegnen ihr mehrere Personen, die sie beschwichtigen wollen, da hier doch alles besser sei und sie sich schon einleben werde. An einer Stelle wird dann auch die vierte Wand durchbrochen, als eine der Figuren in die Kamera spricht und ihre Meinung dem Zuschauer direkt gegenüber äußert.  Im weiteren Verlauf nähert sie sich dem Palast am Meer (ob sie absichtlich dorthin will, oder ob es sie dahin verschlägt, weiß man nicht), ein riesiges, mehrstöckiges, schwimmendes altes Gebäude, eine Mischung aus T...

Zombie 108 / Z-108 qi cheng (Joe Chien, Taiwan 2012)

Wenn man nach dem Knall aufwacht, dann ist alles anders. Große Zäsur. So wie auch in SIDE EFFECTS von Soderbergh - wo einem der Knall aber nur verkaufen soll, es sei alles anders -, ein Film,  der als companion piece eher schlecht zu ZOMBIE 108 passt. Aber der Knall findet sich eben auch dort. Auch mit dem Auto. Hier jedoch ist nach dem Autounfall alles anders. Der Gatte tot, das Kind davongelaufen. Die Protagonistin "erwacht" in einer neuen Welt (siehe 28 DAYS LATER), aber in einer Welt des Untergangs. Die Creditsequenz erklärt es dann auch: schief gelaufene Experimente mit militärischen Kampfstoffen sind schuld, und jetzt ist das moderne Taipei ein Kriegsschauplatz. Shopping Days are over. Laut Werbemaschine ist ZOMBIE 108 das "first taiwanese zombie movie ever", und es wird auch Zeit, dass jede Filmindustrie der Welt endlich ihre eigene Zombiekultur ausbaut. Es geht schleißlich darum, Geld zu verdienen. Schade ist dann nur, dass der Film so stark an westlich...

Somewhere I have never Travelled (Fu Tian-yu, Taiwan 2009)

Ein sensibles Arthouse-Drama, das den hauptsächlich emotionalen Entwicklungen seiner beiden Hauptfiguren (eines High-School-Jungen und seiner Nichte) folgt. Zum Konflikt kommt es dann nach einem Zeitsprung von fünf Jahren, als ein japanischer Weltenbummler und Photograph in die kleine Hafenstadt im Süden Taiwans kommt - und sich der Protagonist in ihn verliebt. Das Mädchen fühlt sich nicht nur zurückgesetzt, sondern es wird ihr auch da erst richtig bewusst, wie tief ihre Liebe zu ihm ist. Da sie aber nicht mehr an ihn rankommt, wird sie erstmal zickig und unnahbar.  Der Film selbst, der erst im Nachhinein zu einem Gay-Drama ausschert, ist jedoch alles andere als transgressiv. Und reist ganz sicher nicht an unbekannte Orte, wie der Titel verspricht. Und obwohl vieles für die Protagonisten ein Aufbruch bedeutet, von der Adoleszenz hin zum Erwachsenwerden, so spult der Film doch wie in einem Setzkastenmodell das Arthouse - Einmaleins ab, das man von ihm vielleicht nicht unbedi...

HKIFF: Poor Folk (Midi Z, Taiwan/Myanmar 2012)

Ein Film, der eigentlich aus drei Erzählsträngen besteht, und die ineinander übergleiten. Unterteilt in Kapitel mit Titeln wie Arme Menschen, Amphetamin, und Grenzgänger. Independent-Regisseur Midi Zs zweite Feature-Filmarbeit gibt einen sehr eindrücklichen, privaten, und detailscharfen Einblick in die Leben seiner Protagonisten, die im Dreieck Thailand, China, und Burma (Myanmar) auf der Suche nach einem ebensolchen besseren sind. In einer der Geschichten wird ein junges Mädchen verkauft, damit die Familie überleben kann, und die in Bangkok irgendwelchen Leuten „zuarbeiten“ soll. In einer anderen geht es um einen thailändischen Fremdenführer, der, so nonchalant er ist, auch dunkle Geschäfte im Sinn hat. Und der in einer weiteren Geschichte sich als Drogenimporteur profiliert. Oder als Menschenschlepper auf dem Motorrad. „I got three jobs“, sagt er an einer Stelle – auch er muss sich also durchschlagen. Jedenfalls, und das ist das Besondere am Film, geht es nicht um die „Opfer“,...

HKIFF: Will You Still Love Me Tomorrow? (Arvin Chen, Taiwan 2013)

Ironischerweise ist es ausgerechnet Weichung (Richie Jen), der leitende Angestellte eines Brillenfachgeschäfts, der die Dinge in seinem Leben unscharf sieht. Und das, obwohl er keine Brille benötige, wie er an einer Stelle sagt. Er hat sich eingerichtet in seinem Leben mit Ende 30, Anfang 40. Er hat einen ordentlichen Job, eine hübsche, beruflich erfolgreiche Frau (die umwerfende Mavis Fan) und einen kleinen Sohn Namens Awan. Man führt ein gesittetes, modern bürgerliches Leben in Taiwan und regt sich allenfalls über die Schwester auf, die unentschlossen durchs Leben taumelt, da sie sich in Liebesdingen nie wirklich entscheiden kann. Immerhin will sie jetzt San San heiraten, einen harmlosen aber liebevollen Eigenbrötler mit Trottelfrisur. Dass Weichung immerzu melancholisch und wie in einem ruhigen Fluß durch den Tag geht, daran hat er sich gewöhnt. Dass ihm etwas fehlen könnte, das bemerkt er erst, als ein junger Mann (Lawrence Ko) in seinem Geschäft auftaucht, und in den er sich...

Berlinale: Tian mi mi / Together (Hsu Chao-jen, Taiwan 2012)

Eine der Figuren sitzt da wie ein Tropf, gefangen in ihrem Leben, das auf eine Ehe mit einem japanischen Buchhändler hinsteuert, der nicht bemerkt, dass ihre Leidenschaft verflogen ist. Der heliumgefüllte Fisch soll aber nicht in der Wohnung gefangen sein, sondern durch die Lüfte schweben können... Derart könnte man sich über den Film lustig machen, oder über diese eine Metapher. Was allerdings eine ziemliche Verzerrung wäre, denn TIAN MI MI ist ein gelungenes, sympathisches slice of life-Alltagsdrama aus Taipei in Taiwan. Besagte junge Frau hat sich in einen Nachbarn verkuckt, einen Drucker, der die Hochzeitseinladungen erstellen sollte. Ein Mann, der selbst verheiratet ist mit einer Marketenderin, die an ihrem Straßenstand frisch gepresste Säfte anbietet, und mit der er zwei Kinder hat. Auf dieser Familie liegt denn auch auch der Fokus des Films, zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der einzelnen Personen, und vermittelt so ein liebevolles Bild aus dem heutigen Taipei. Wie der Reg...

Rebels of the Neon God / Qing shao nian nuo zha (Tsai Ming-liang, Taiwan 1992)

Die beiden jugendlichen Kleinkriminellen Ah-tze (Chen Chao-jung) und Ah-ping (Jen Chang-bin) verbringen ihre Tage und Nächte in den Spielhallen Taipeis und sind ständig damit beschäftigt, Telephone und Automaten zu knacken und mit den Motorrädern durch die nächtliche Großstadt zu heizen. Dabei lernen sie die hübsche Ah-kuei (Wang Yu-Wen) kennen, die sich zu einem der beiden hingezogen fühlt - doch nach der ersten gemeinsamen Nacht scheint das Interesse von männlicher Seite abgeflaut. Währenddessen bricht der Student Hsiao-Kang (Lee Kang-sheng) sein Tutorium ab und driftet durch die Stadt. Als er von seinem Vater (Tien Miao) aufgegriffen wird, einem Taxifahrer, der den rüpelhaften Ah-tze von der Straße hupt, zerschlägt dieser den Außenspiegel des Taxis - worauf es zu einem Unfall kommt. Später entdeckt Hsiao-Kang ihn in der Spielhalle wieder und beginnt, ihn zu verfolgen. Vermutlich, um Rache zu nehmen. Tsais erster Spielfilm ist schon beinah eine Quintessenz seines Schaffens: hier ...

The Hole / Dong (Tsai Ming-liang, Taiwan 1998)

Eine dystopische Zukunft in den letzten Tagen des Jahres 1999: ein heimtückischer Virus, das "Taiwan Fever", das bei Ansteckung die Menschen zunächst krank, dann verrückt zu machen scheint und sie wie riesige Schaben auf allen Vieren herumkriechen lässt, hat große Teile der Bevölkerung ausgerottet. Die Stadt Taipeh ist verwaist und evakuiert - die Überlebenden befinden sich unter Zwang in Quarantänezonen (sicherlich ein Verweis auf die autoritären Machtstrukturen des Staates). Ein paar wenige Städter allerdings sind nicht bereit, ihre Behausungen zu verlassen und riskieren damit ihr Leben. Die allerletzte Möglichkeit zum Rückzug besteht zum Jahreswechsel 2000, denn ab diesem Zeitpunkt werden Wasser und Strom endgültig abgestellt. Ein junger Mann (Lee Kang-sheng) und seine unter ihm wohnende Nachbarin (Yang Kuei-Mei) wollen die Situation aussitzen, bis die Stadt wieder bewohnbar wird. Das Loch im Fussboden, durch das der Mann die Frau beobachtet, scheint der einzige menschlic...

Vive l'Amour / Es lebe die Liebe / Ai qing wan sui (Tsai Ming-Liang, Taiwan 1994)

In VIVE L'AMMOUR geht es um drei einsame Großstädter in Taipei, die immer wieder in einer leerstehenden Wohnung aufeinander treffen: die Maklerin Mei (Yang Kuei-mei), die Luxuswohnungen an den Mann bringt und dabei einmal den Schlüssel vergißt abzuziehen; um den Urnenverkäufer Hsiao-kang (Lee Kang-sheng), der eben diesen Schlüssel stiehlt, und um den Straßenhändler Ah-jung (Chen Chao-jung), den momentanen Liebhaber Meis. Nach der ersten Sichtung würde ich festhalten: weniger fordernd, weniger einprägsam, weniger erinnerungsträchtig als THE RIVER (1997). Auch weniger dicht, was Motivstrukturierungen innerhalb des Fims angeht - THE RIVER zeigt sich da dann doch als sehr komplex gefüllter thematischer wie visueller Kosmos. Wieder sind die Themen die urbane Entfremdung, die Einsamkeit des Individuums, die Sprachlosigkeit, und Distanz. Die visuellen Mittel, weniger poetisch als in THE RIVER, sind nüchterner und einfacher eingesetzt, werden von spärlichen Dialogen begleitet, mit st...

The River / He Liu (Tsai Ming-liang, Taiwan 1997)

Mitten in Taipei trifft Hsiao-Kang (Lee Kang-sheng) eine alte Freundin wieder, die ihn zu einem Filmset mitnimmt. Dort wird er von der Regisseurin (Ann Hui) entdeckt, die eine Rolle für ihn hat. Er soll sich kopfüber in den dreckigen Danshui River legen und eine treibende Leiche spielen. Anschließend geht er mit der Bekannten in ein Hotel um sich zu waschen, die beiden schlafen mit einander. Dann fährt er auf seinem Motorroller nach Hause, wobei er auf der Fahrt Nackenschmerzen bekommt, die im Verlauf des Films immer schlimmer werden. Während sein Vater gegen das von der Decke tropfende Wasser in seinem Schlafzimmer ankämpf und die Mutter zu ihrem Liebhaber, einem VHS-Raubkopierer, geht, dreht sich der Film darum, wie Hsiao-Kang mit dem Vater verschiedene Ärzte und Heilpraltiker aufsucht, um die Genickschmerzen zu heilen. In einem Badehaus, das von den Männern auch als Love-Hotel genutzt wird, machen sie eindrückliche sexuelle Erfahrungen. THE RIVER ist der mittlere Teil einer infor...

A Conversation With God (Tsai Ming-Liang, Taiwan 2001, Video, 30')

Die Grundidee Tsais war es, ein sogenanntes menschliches "Medium" zu filmen, das mit den Göttern in Kontakt steht. Erhofft hatte er sich, dies mit der Kamera einfangen zu können. Ästhetisch ein einfacher, realistischer Videokamerablick: die Kamera als Auge. Auf einem Motorroller sitzend beginnt er zu filmen, und auf seinem Weg durch die nächtliche Stadt geschieht alles mögliche Unerwartete: so wird er aufgehalten von einer rituellen Prozession, in der ein junger Mann durch Geißelung in einen tranceartigen Zustand gerät oder von einem Karaoke-Spielhaus, bei dem das Licht ausfällt, usw. In der zweiten Hälfte wird der Film ruhiger und er konzentriert sich auf Details: Blätter, Mücken, tote Fische im Gras. Er filmt menschenleere Straßenunterführungen und verfaulte Fische am Flußufer; schließlich das Medium, das in faszinierender Weise spastische Segnungen ausspricht und in Trance mit einem Pinsel Bilder vollschmiert (die vermutlich anschließend verhökert werden). Abfertigung wie ...

Snapshot Shorts Vol. 7

What Time is it There? (Tsai Ming-Liang, Taiwan 2001) -- fantstisch stiller Arthausfilm, der beinah alles Preziose umschifft. Beinah - doch etwas Pathos darf gerne sein, um der Fernenliebe Gestalt zu verleihen. Schön gefilmt und der Film mit dem Aquarium. Bright Future / Akarui Mirai (Kiyoshi Kurosawa, Japan 2003) -- Aquarium, diesmal samt Qualle. Metaphorik à la Kurosawa. Allegorien im Sekundentakt und aufeiandrprallende Bildwelten. Darunter kriecht der creepige Horror. Auch hier: wunderschöne Bilder in einem kaum verständlichen Film. Da sind wohl mehrere Sichtungen nötig. Violence at High Noon / Daylight Phantom Killer / Hakuchu no torima (Nagisa Oshima, Japan 1966) -- Oshima macht das wieder sehr geschickt: in der Tarnung eines Serienkiller-Thriller-Plots verbirgt sich eine Studie über zwischenmenschliche Abgründe, eine Analyse von Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen in "Liebes-"Beziehungen, und ganz politisch: die Erzählung über das Scheitern einer linken, autar...

Yi Yi / A One and a Two (Edward Yang, Taiwan 2000)

Für eine eigentlich ganz normale Mittelstandsfamilie in Taipeh gerät das Leben aus den Fugen. Die Großmutter fällt ins Koma und muß fortan gepflegt werden, was die Mutter in eine Sinnkrise stürzt. Der Vater begegnet auf der Hochzeit seines Freundes und Geschäftspartners seiner ersten großen (Jugend-)Liebe wieder, was in ihm Gefühle hochspült, die er schon längst vergessen hatte. Die beiden Kinder haben dabei noch ihre ganz eigenen Probleme - der achtjährige Sohn wird ständig von den Mädchen seiner Klasse gehänselt und verbringt viel Zeit alleine, da alle mit sich selbst beschäftigt sind. Die Tochter erfährt beinahe, wie es ist, sich zu verlieben, aber das Leben scheint doch nicht so zu sein, wie man es sich erträumt. In knapp drei Stunden präsentiert uns Yang diese Familiengeschichte, die sich vor allem durch die moderne Großstadtproblematik der Haltlosigkeit aller Beteiligten auszeichnet. So betont der Vater mehrfach, dass im Leben niemals etwas sicher sei. Der Sohn begegenet den Unwä...