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Posts mit dem Label "KHAVN de la Cruz" werden angezeigt.

Exzesse in der Hölle: Alipato – The Brief Life of an Ember (KHAVN, Philippinen 2016)

 Mondomanila im Jahr 2031: in einem philippinischen Slum leben die Ärmsten der Armen und verdienen ihr Geld mit der Gewinnung von Kohle. Die „Kostkas“, eine Bande von Straßenkindern, ziehen marodierend und mordend durch die „Schwarze Stadt“. Irgendwann wird es dem Anführer aber zu doof, dieses ewige Klein-Klein: er fasst den Plan, die Zentralbank auszurauben. Was freilich schief geht, und so muss er für 28 Jahre in den Knast. Als er schließlich wieder herauskommt, ist er ein alter Mann. Aber nicht weniger brutal. Und dann ist da noch die Frage, wo eigentlich die Beute hingekommen ist.  Die Filme des philippinischen Independent-Regisseurs und Punkpoeten KHAVN de la Cruz waren schon immer keine leichte Kost. Die südostasiatische Metropole wird hier als erbarmungsloser Moloch dargestellt, in dem Raub, Vergewaltigung, das Morden auf der Tagesordnung steht, und wo zudem der ohrenbetäubende Soundtrack der Stadt mit der viel zu heiß herabbrennenden Sonne den Schauplatz in eine ...

Mondomanila (Khavn de la Cruz, Philippinen / Deutschland 2012)

Das philippinische Independent-Punk- enfant terrible KHAVN hat einen neuen Film gemacht, der seit gestern sogar in ausgesuchten Kinos läuft und von REM sowohl produziert wurde als auch vertrieben wird. Ein wilder Ritt in das Herz der Dunkelheit Manilas ist das, und ich darf sagen, er gefällt mir ähnlich - aber anders - gut, wie VAMPIRE OF QUEZON CITY . Jedenfalls, er ist ein Film, der sich zwischen alle Stühle setzt. Und MONDOMANILA ist vor allem eines: er ist nicht kompatibel – nicht zu unseren Sehgewohnheiten, nicht zu den Ansprüchen unseres sogenannten Arthousekinos, das eigentlich ein mit schönen Bildern konsumierbar gemachtes, abgemildertes Betroffenheitskino ist, und auch nicht zum Imperativ der politischen Correctness der Alternativkulturen. Khavn schert sich offensichtlich einen Scheißdreck um das alles. Nur gut kommen, das muss es. Für Hard Sensations habe ich mir den Film angesehen, ebendort findet ihre meine Filmkritik . ***

Vampire of Quezon City (Khavn, Philippinen 2006)

Nachdem mehrere junge Frauen in Quezon verschwanden und dann vergewaltigt und ausgeweidet wiedergefunden wurden, liegt der Verdacht nahe, es mit einem Aswang , einem Vampir, zu tun zu haben. Ein skrupelloser Polizist macht sich auf die Suche und gerät auf die Spur eines irren Serienkillers.... Ganz im Gegensatz zu dieser straighten Inhaltsangabe hat man es hier mit einer Geschichte, die sich erst nach und nach offenbart, zu tun, einem sehr brutalen und expliziten, zugleich stets verstörenden Konfrontationsfilm des kontroversen philippinischen Undergroundfilmers. Generell läßt sich sagen, dass Khavn seine Filme völlig unabhängig produziert und es zu seinem Programm macht, gegen die Gesetze, Anforderungen und Standards des Mainstreamkinos zu verstoßen (auf seinem youtube-Kanal sind z.B. ständig wechselnd seine Filme in voller Länge zu sehen); auch ein Manifest hat er für das digitale Kino verfaßt: Digital Dekalogo: Re-Defining Video . Hier ein Auszug: Digital Dekalogo A Manifesto ...