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Posts mit dem Label "Gast-Review" werden angezeigt.

Pink and Gray (Isao Yukisada, Japan 2015)

Eine Besprechung von Yavuz Say  Rengo (Yuto Nakajima) und Daiki (Masaki Suda) sind seit Teenagerzeiten beste Freunde und vergleichen sich sogar mit John und Paul von den Beatles. Als Dritte im Bunde werden sie begleitet von Sari (Kaho), für die Daiki Gefühle hegt, die sie jedoch (zunächst) nicht erwidert. Als Rengo und Daiki von einem Talentscout entdeckt werden, steht ihre Freundschaft am Scheideweg. Jahre später, als der mittlerweile erfolgreiche Filmstar Rengo unerwartet Selbstmord begeht, hinterlässt er Daiki sechs verschiedene Abschiedsbriefe, von denen er den „richtigen“ wählen soll. An dieser Stelle setzt auch der Plot von Isao Yukisadas Pink and Gray ein.  Der Film kehrt eine typische Konvention um und zeigt die Rückblenden in Farbe, während die Gegenwart in Schwarz-Weiß inszeniert ist. Trotzdem bleibt dies nur eines von mehreren Indizien, ob diese Ereignisse bloß nostalgisch gefärbte Interpretationen sind. In einer doppelbödigen Wendung in der Mitte des Film...

Forma (Ayumi Sakamoto, Japan 2013)

Anfangs lassen die langen Einstellungen in Ayumi Sakamotos Forma wieder einen typisch japanischen, langatmigen Film erahnen. Im Grunde passiert so wenig, dass man ihn eher als Sozialdrama im dokumentarischen Stil einordnen würde. Ayako (Nagisa Umeno), trifft abends nach der Arbeit auf ihre alte Schulfreundin Yukari (Emiko Matsuoka), die mittlerweile in einem prekären Job gelandet ist, und bietet ihr eine Stelle in ihrem Büro an. Zunächst besteht der Plot nur aus einer Aneinanderreihung von basalen Alltagssituationen. Schon kurz nach Beginn der Arbeit macht sich jedoch eine unangenehme Atmosphäre breit, als die Büroetikette die Freundschaft in ein ungleiches Machtverhältnis kippen lässt; wobei Yukari von ihrer scheinbaren Freundin und Vorgesetzten Ayako auch privat immer mehr in eine demütige Position getrieben wird. Sakamoto inszeniert ein kammerspielartiges Drama auf oftmals großem Raum. In Totalen und ohne Filmmusik wird das Geschehen zunächst aus einer - dann auch aus vers...

The Actor (Satoko Yokohama, Japan 2015)

Please welcome Yavuz! Ein neuer Autor bei Schneeland! Yavuz Say ist freier Autor und Teammitglied bei Nippon Connection e.V ., Japanese Film Festival Frankfurt, wo er - laut Eigenaussage - ironischerweise nie zum Filmegucken kommt. Den Film "The Actor", der auch dieses Jahr auf dem Festival lief und der, wenn ich mich recht erinnere, sehr gut beim Publikum ankam, den hat er nun nachgeholt.    Der Schauspieler Takuji Kameoka (Ken Yasuda) ist vor allem wegen einem gefragt: auf Kommando tot umzufallen. Takuji ist nämlich ein Spezialist für kirare-yaku , die Kunst, auf der Leinwand oder der Bühne zu sterben. Regisseure und Schauspielkollegen verehren ihn wegen seiner Gabe. Doch mit nur einem Ausdruck will er sich nicht mehr zufrieden geben. Als er eines Abends Bardame Azumi (Kumiko Aso) kennenlernt, beschließt er, ein „richtiger“ Schauspieler zu werden.  Satoko Yokohamas Film springt oftmals zwischen Flashbacks und Flash-forward hin und her, ohne diese zu markieren...

India x 5 - Of Kites, Pigs, Thieves, Dysfunctional Families and Chess Players

~ by Arsaib Gilbert  (Arsaib Gilbert is a film critic contributing to Yam-Magazine and filmlefou.com. He lives in New York.)   Patang (Prashant Bhargava, 2011) An impressionistic collage of visions and emotions, Patang (The Kite), similar to the city symphony films of the silent era, employs a lyrical, quasi-documentary approach in its portrait of daily life within a metropolis while capturing the pulse of the setting through its fractured visual and montage techniques. Loosely structured around a Delhi-based businessman's long-delayed visit back home to his family in old Ahmadabad, the film is appropriately set during the city's annual kite festival, herein symbolizing the precarious, indeterminate nature of life and relationships. Debutant feature director Prashant Bhargava, a Chicago-born multimedia artist of Indian descent who passed away in 2015 at the young age of 42, seldom veers toward the indulgent as he strikingly forges his fragmented aest...

*** Gast - Review ***

[ Bereits seit einiger Zeit spukt mir immer wieder im Kopf herum, auch andere Leute auf dem Blog zu Wort kommen zu lassen. Umso mehr freut es mich, daß der von mir besonders geschätzte Forenkollege PASHEKO, filmforen-Urgestein und grandhomme der Trashologie, hier den Anfang macht. Über diesen Link gelangt ihr zu seinem Filmtagebuch, das wirklich unzählige Kostbarkeiten enthält. Viel Spaß! ] KANZO SENSEI /Dr. Akagi (Shohei Imamura, Japan/Frankreich 1998) 1945: Der Landarzt Akagi rennt von einem Patienten zum nächsten, nur um doch jedesmal Hepatitis zu diagnostizieren. Das trägt ihm den Spitznamen "Dr. Leber" ein und obwohl die Krankheit zu diesem Zeitpunkt wirklich stark verbreitet ist, scheint der Mediziner auch ziemlich besessen von ihr zu sein. Als er einen geflüchteten holländischen Kriegsgefangenen bei sich versteckt, um dessen Folterwunden zu heilen, bekommt er bald Ärger mit dem Militär... Ein Jahr nach dem fabelhaften Unagi ist Imamura wieder eine wundervolle...