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Posts mit dem Label "Michihito Fujii" werden angezeigt.

The Journalist (Michito Fujii, Japan 2019) - im Rahmen der Nippon Connection 2020

 Wie japanische Kommunikation funktioniert. Das Unausgesprochene zwischen den Wörtern und das Lesen des leeren Raums, das ist etwas, was man sehr schön in diesem Film beobachten kann. Ein Film, in dem eine Reporterin mit einem regierungsinternen Mitarbeiter einen Skandal aufdeckt. Beide Figuren, mit beschädigten Biographien, befinden sich an Schwellenmomenten in ihrem Leben. Sie merken, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Und so wird in diesem Film die Aufdeckung des Falls kurzgeschlossen mit dem Entwicklungsprozeß, der das eigene, persönliche Leben betrifft. Das ist ziemlich gut gemacht und steigert sich bis gegen Ende in ein tolles, sprachloses Finale. Nicht so gut hingegen ist das aufdringlich entmenschlichte Color-Grading des Films, das jede Wärme in schattig kalten Blautönen erstickt. Auch die rasenden Untertitel, die nicht nur dem dialoglastigen Film folgen müssen (wenn mal geredet wird, dann atemlos und unter Druck), sondern auch den vielen eingespielte...

J-Horror, Yakuza und Verlorene Jugend: Notizen zur Nippon Connection 2018: Capsule Reviews

Bamy (dir.: Jun Tanaka, 2017)   The Third Murder - Hirokazu Koreeda auf ungewohntem Territorium - diesmal mit einem investigativen Gerichtsthriller. Der Film ist ein typischer slow-burner , der seine Spannung auf kleiner Flamme hochköchelt, bis es kaum mehr auszuhalten ist. Nicht geringen Anteil daran hat der - einmal mehr - hervorragend spielende Koji Yakusho. [Hirokazu Koreeda sidesteps the family drama business and pulls an awesome but ice-cold courtroom drama out of the bag. Featuring a devastatingly good Koji Yakusho.] Bamy - Jun Tanakas Geisterfilm nimmt die Traditionen des Genres auf und macht daraus etwas Neues in seinem mit kleinem Geld realisierten Independent-Film. Das komplette Review kann man hier nachlesen . Outrage: Coda - Takeshi Kitanos Abschlussfilm seiner dreiteiligen Yakuza-Reihe ist der schwächste Part der Trilogie. Obwohl die Szenen am Kai beim Angeln schön lakonisch sind und auch sonst wieder ausgiebig geredet und unvermittelt erupt...