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Posts mit dem Label "Hideo Gosha" werden angezeigt.

The Oil-Hell Murder (Hideo Gosha, Japan 1992)

 In diesem allerletzten Film von Hideo Gosha, der zwar von Shochiku - aber auch von Fuji TV - produziert wurde und vielleicht auch deswegen manchmal artifizell wirkt und ausschaut wie ein TV-Film (vor allem wegen der ziemlich sterilen Kulissen), wird die Geschichte einer Leidenschaft, dann eines Untergangs und schließlich eines Mordes erzählt. Fantastisch dabei die beiden Hauptdarstellerinnen Kanako Higuchi ( Ronin Gai, Zatoichi, Achilles and the Tortoise ) und Miwako Fujitani (aus Ryu Murakamis Raffles Hotel ), in einer Nebenrolle auch ein bekannteres männliches Gesicht wie Renji Ishibashi ( Outrage, Gozu, Audition ).  Die Ehefrau eines etwas tumben Ölhändlers kann ihre Blicke nicht mehr von ihrem nun erwachsenen Neffen fernhalten und ist bald bereit, jedes Tabu für ihre wachsende Leidenschaft zu ignorieren. Dumm nur, dass dieser sich mit der Tochter seines Bosses eingelassen hat. Das fliegt aber bald auf und weil hier Klassenschranken missachtet wurden, gibt es Schläg...

Cash Calls Hell / Gohiki no shinshi (Hideo Gosha, Japan 1966)

Großartiges Film Noir-Gangsterdrama mit Tatsuya Nakadai in der Hauptrolle des Oida. Dieser kommt aus dem Gefängnis und meldet sich bei der Frau seines Mitinsassen wegen eines Auftrags. Die Tötung dreier Ganoven soll ihn reich machen, doch recht bald wird ihm klar, daß er nur der Handlanger in einem üblen Komplott ist. Mit harten s/w-Kontrasten arbeitet der hauptsächlich bei Nacht, im Regen und im beginnenden Schneefall spielende Film Goshas und überzeugt permanent durch originelle Kamerapositionen und Arrangements. Jazzige Musik und minimalistische Percussion liefern die Akkustik. Der melancholisch blickende Nakadai brilliert in einer für ihn sehr mitmenschlich angelegten Rolle. Schweigen ist natürlich trotzdem sein Ding.

Hunter in the Dark / Yami no kayudo (Hideo Gosha, Japan 1979)

Edo im Jahre 1784: das Ende des Tokugawa-Shogunats. Eine korrupte Politik führt die zerstrittenen Clans zu gewalttätigen Machtkämpfen, bei denen jedes Mittel recht ist. Die allgemeine Korrupion führt zur Gründung von Geheimorganisationen, den Schatten kriegern. In diesen Wirren lebt der einäugige Ronin Yataro Tanigawa (Yoshio Harada), und verdingt sich als Auftragskiller. Zwischen den Rivalitäten zweier Banden scheint er zerrieben zu werden. Gosha präsentiert uns ein enorm düsteres Chambara-Werk, das mehr an einen Yakuza-Film, als an einen Samuraistreifen erinnert. Und er packt eine ordentliche Portion Sleaze oben auf. Die Nackttänzerin reckt die Arme nach oben, und von der getöteten Hure regnet es das Blut auf die bloßen Brüste der Tanzenden. Im ersten großen Kampf, den Harada gegen eine Überzahl an Gegenern führt und der ihn fast das Leben kostet, kommt eine grimmige Wut zum Ausdruck, eine scharfe Blutwut, die frösteln macht. Enorm brutal, sehr realistisch (nun ja) werden Gliedmaß...