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Posts mit dem Label "Bong Joon-ho" werden angezeigt.

In Bong Joon-hos OKJA (2017) rettet die Liebe eines Mädchens zu seinem Hausschwein eine kleine Welt

 Am Beginn von OKJA , Bong Joon-hoos neuestem creature feature für netflix, öffnet sich die koreanische Landschaft auf die schönste Weise. Man staunt über die grünen Hügel und Wälder, die steilen Schluchten und Täler, die einen großen Kontrast setzen zu den allerersten Minuten des Films im Herzen der zubetonierten Metropole Manhattans. Dort nämlich befindet sich die Mirando Corporation, ein Nahrungsmittelhersteller, der mittels Gen-Food seinen Aktienindex hochjubeln möchte. Dazu braucht es Fleisch. Viel Fleisch, und besonders leckeres. Und viel kosten darf es auch nicht. Deswegen werden Riesenschweine gezüchtet (optisch geht das Richtung Seekuh), die Qualitätsfleisch versprechen. Eines der Versuchsschweinchen durfte in den Wäldern und Bergen Koreas aufwachsen, und es ist freilich das Prachtexemplar schlechthin, das dem Film den Titel gibt. Möglicherweise ist es aber vor allem die Liebe, die das Tier erfahren hat, das es so gut gedeihen ließ. Geliebt wird es heiß und innig vo...

Incoherence / Jirimyulryul (Bong Joon-ho, Südkorea 1994)

In diesem Kurzfilm, den Bong noch vor BARKING DOGS NEVER BITE an der Korean Academy of Film Arts drehte, verbindet er drei nur scheinbar für sich isoliert stehende Geschichten durch einen Epilog zu einem runden Ganzen, indem er am Ende alle Fäden zusammenlaufen läßt. Alle Geschichten zeichnen sich durch eine actionarme, beinah meditative Ruhe aus, bei der aber immerzu offensichtlich das skurril Humorvolle bis an die Oberfläche durchscheint. Ständig scheint etwas ausbrechen zu wollen. Im ersten Teil versucht ein Universitätsprofessor verzweifelt, die Aufmerksamkeit einer seiner Studentinnen zu erlangen - und gerät dank eines Schmuddelheftchens in die Bredouille... Im zweiten Teil bedient sich ein Jogger frühmorgens an den am Hoftor abgestellten Milchlieferungen der Anwohner und schiebt die Schuld auf einen Zeitungszusteller. Doch da ertappt ihn dieser, und ist als Zusteller konditionell ganz schön ausdauernd... Im dritten Teil muss ein wohldistinguierter Herr nach durchsoffener Nacht d...

Snapshot Shorts Vol. 5

L - CHANGE THE WORLD (Hideo Nakata, Japan 2008) In seiner Öko-Terrorismus-Großtuerei inhaltlich schwachsinnig geraten und langweilig gefilmt. Der Schluß ist konsequenterweise zum Brechen und der Score, wie überhaupt im dritten Teil, nichtssagender, pathetischer Quark. Die Dynamik aus DEATH NOTE Teil 1 ist nicht vorhanden und das eingegangene Riskio aus Teil 2, Dinge falsch zu machen, fehlt völlig bei diesem uninspiriert heruntergekurbelten Sicherheitsgurtfilm. SLUMDOG MILLIONAIRE (Danny Boyle, GB 2008) Entweder war das Kamerastativ kaputt, oder der Kameramann vom Danny Boyle hatte nen verspannten Nacken. In diesem Film gibt es nur gekippte Bilder. Ach, und Spaß macht er auch. Und ein bißchen blöd ist er auch. Das ist aber egal, man schaut ihn sowieso nur ein mal. TOKYO! (Gondry /Carax /Bong, D/Fr/J 2008) Gelungene Kurzfilmcompilation wenn man gewillt ist, den prätentiösen Carax-Schwachsinn zu überspringen. Gondry macht das skurril übliche und verdreht seine liebenswerte ...

Snapshot Shorts Vol. 1

Da ich momentan ziemlich beschäftigt bin und nicht so richtig zum Schreiben komme, trage ich hier jetzt unter dieser neuen Rubrik Filme nach, für die mir die Zeit gefehlt hat, die ich aber nicht unerwähnt lassen wollte. Als da wären: Death Note 2: The last name (Shusuke Kaneko, Japan 2006) -- ist die Fortsetzung des Fantasy-Selbstjustiz-Popcornfilmchens DEATH NOTE , das in seiner schieren Länge von beinah 2 ½ Stunden wenn nicht ermüdend, so doch sehr gedehnt wirkt und mit deutlich zuviel Plotschleifen auffährt. Schon die Entscheidung, das simple Konzept das Death Note-Notizbuch um etliche Regeln zu erweitern, nur um aus dem zweiten Teil ein Katz-und Maus-Spiel machen zu können, scheint mir mißlungen und bläst den Film unnötig auf. Das lenkt alles ab von der zwar skurrilen aber reizvollen Grundidee. Aber damit nicht genug – auch das Potenzial der Einführung eines zweiten Todesgottes wird verschenkt, einmal sogar unfreiwillig komisch. Schade. Ansonsten bleibt positiv festzuhalten, ...