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The Third Yakuza / Shin daisan no gokudo I + II (Takashi Miike, Japan 1996)


Da der Clan des Yakuza Reijiro Masaki (Kiyoshi Nakajo) aufgelöst wird, findet er beim bislang verfeindeten Todo-Clan Unterschlupf. Da er früher einmal das Leben des Bosses Retsu Hattori verschont hatte, wird er als dessen rechte Hand, die Nummer 2 des Clans also, an die Spitze der Führung gesetzt. Das führt bei den Mitgliedern natürlich zu massivem Unmut, da sich einige übergangen fühlen. Und schon bald beginnt der Terror und der Kampf um die Nachfolge.

Dieser frühe Film von Miike, gedreht für den Videomarkt, kann es weder mit seinen großen, bekannteren Filmen, noch mit den stilprägenden ruppigen Genreerneuern wie den Filmen von Fukasaku oder Suzuki aufnehmen. Dennoch finden sich immer wieder Ansätze, etwa im Bereich der schrägen Komik oder der ruppig-gewalttätigen Verstörung, die von einem Stilwillen des Regisseurs zeugen, der hier leider kaum zur Entfaltung kommt. Allzu behäbig schiebt sich die Handlung voran, werden Klischees und Genrestandards abgehakt (Intrigen, Mord, Rache), als dass man tatsächlich aufgerüttelt würde, oder zumindest angesaugt im Film versinken könnte. Eine mit der Spielzeit stetig wachsende Katatonie beim Zuschauer allerdings führt dazu, dass man die beiden recht knappen Teil ohne größere Schäden durchsteht. Wenn man von Miike schon alles kennt, dann kommt einem das Routinewerk THE THIRD YAKUZA gerade recht. Ansonsten ist hier eher abzuraten - auch das Bild der Veröffentlichung von Pierrot Le Fou ist eine wirkliche Totalkatastrophe. Es ist ganz klar, um was es hier (dem Regisseur und dem Label) ging: um den Broterwerb. THE THIRD YAKUZA kann man getrost vernachlässigen.

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