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*** Gast - Review ***

[ Bereits seit einiger Zeit spukt mir immer wieder im Kopf herum, auch andere Leute auf dem Blog zu Wort kommen zu lassen. Umso mehr freut es mich, daß der von mir besonders geschätzte Forenkollege PASHEKO, filmforen-Urgestein und grandhomme der Trashologie, hier den Anfang macht. Über diesen Link gelangt ihr zu seinem Filmtagebuch, das wirklich unzählige Kostbarkeiten enthält. Viel Spaß! ]


KANZO SENSEI /Dr. Akagi (Shohei Imamura, Japan/Frankreich 1998)

1945: Der Landarzt Akagi rennt von einem Patienten zum nächsten, nur um doch jedesmal Hepatitis zu diagnostizieren. Das trägt ihm den Spitznamen "Dr. Leber" ein und obwohl die Krankheit zu diesem Zeitpunkt wirklich stark verbreitet ist, scheint der Mediziner auch ziemlich besessen von ihr zu sein. Als er einen geflüchteten holländischen Kriegsgefangenen bei sich versteckt, um dessen Folterwunden zu heilen, bekommt er bald Ärger mit dem Militär...

Ein Jahr nach dem fabelhaften Unagi ist Imamura wieder eine wundervolle Mischung aus komischen und traurigen Momenten gelungen, die einem gehörig das Herz erwärmt. Neben all den liebenswerten Figuren, die trotz ihrer Fehler, Spleens und Schwächen in einer unmenschlichen Zeit die Courage besitzen, nicht von ihren ethischen Grundsätzen abzuweichen, überläßt der Film durch seine Offenheit und Ambivalenz es auch dem Zuschauer, die Geschehnisse endgültig zu bewerten. Von Pathos, Kitsch und Klischees weit und breit keine Spur. Feinstes Kino.
(Alex Klotz)

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Aido: Slave of Love (Susumu Hani, Japan 1969)

Here are some pictures I took during a private screening of Susumu Hani's extremely rare and seldom seen feature film  AIDO - SLAVE OF LOVE , which is the movie Hani made after the famous NANAMI: INFERNO OF FIRST LOVE. The film is beautifully shot, completely absorbing and structurally abandoning all narrative consensus - it is somehow - for most of the time - a subjective trip into the mind of the protagonist Shusei (Kenzo Kawarasaki). As you can asume, a dreamlike state predominates the film; and with its' devotion to extensively focussing on the details of the body while making love, presented in detailed close-ups, aswell as its' beautifully daring setpieces, it reminded me to some extent of Toshio Matsumoto's experimental oeuvre, as for example in his short film PHANTOM . AIDO was submitted to the competition-section of the 19th Berlin International Film Festival (aka Berlinale) - a fact that is quite astonishing, if you consider the direction the main section of ...

Sleep Has Her House (Scott Barley, GB 2016)

"And the dark is always hungry." (Scott Barley) Scott Barley's apocalyptical drone-room of a film is a fascinating experience. Not only a film to watch, but definitely one to listen to, as the audio is almost as impressive as its pictures. Very often, the images are blurred in the beginning, but with the slightest movements of the camera, the picture does get clearer, more concrete, focused, but sometimes nothing happens at all, too. Nevertheless, the film feels very dynamic - it's a weird state of an inherent Bildspannung , a suspense (and tension that might rip apart) inside of the images themselves that keeps you totally immersed.  Static movement  of the camera might be the term of technique to describe the process of capturing those dreamlike images, which are almost incomprehensive at first, always hard to grasp. As there seems to be no plot, no dialogue, no actors, there are none of the usual narrative anchors that guide us through a film, or movie. O...

Berlinale: A Legend or Was It? / Shito no densetsu (Keisuke Kinoshita, Japan 1963)

Und dann plötzlich kommt diese unerwartete, völlig großartige Szene des Widerstandes: die junge Frau ergreift in Panik das Gewehr, eine Schrotflinte, die Kamera plötzlich von unten aus Kniehöhe, zeigt uns den neuen Helden des Films: sie schreit die Männer an, die gekommen sind um zu morden - und macht dann kurzen Prozeß, drückt ab, verjagt die Dämlacken, diese Dorfbewohner. Plötzlich also ein Bild, wie wenn Meiko Kaji aus einem der Exploitationfilmen der 70er auf der Leinwand erschienen wäre, die sich dazu entschloßen hat, sich nun endlich nichts mehr gefallen zu lassen. Konnte das nur eine Frau tun, die aus Tokyo stammt? Keisuke Kinoshitas A LEGEND or WAS IT? aus dem Jahr 1963 ist keines der shomingeki - Familiendramen, die mit Leichtigkeit und etwas Bitternis von scheinbar alltäglichen Katastrophen im Kleinen erzählen - er beginnt nur so. Eine Idylle auf Hokkaido, Landarbeiter, Farbfilm. Dann ein Bruch, Schwarzweiß, die Familie aus Tokyo, die vor dem Krieg nach Hokkaido geflücht...