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A Tree in Tanjung Malim (Tan Chui Mui, Malaysia 2004)


Ein siebzehnjähriges Mädchen trifft spätabends (in Kuala Lumpur?) einen etwa 30jährigen Bekannten. Sie unterhalten sich in einem Imbiss, liegen auf der Wiese, singen ein Lied zusammen, laufen durch die Stadt.


Tan Chui Mui ist ein wunderbarer, 24 minütiger, Kurzfilm gelungen (und mit dem sie auch auf Festivals (u. a. Oberhausen) Preise gewann). Prätentionslos, beobachtend mit statischer Kamera, unaufdringlich fängt sie die sehr authentischen Gespräche, das Schweigen, die Nacht und ihre Geräusche, die Farben ein. Das Mädchen wird morgen 18 Jahre alt werden, er schenkt ihr Middlemarch von George Eliot. Sie weiß nicht, was sie mit so einem dicken Buch anfangen soll.


Sie erzählt ihm zweimal von ihrer blöden Busfahrt am Morgen, wie sie die Haltestelle verpennt habe, und dann weit draußen auf den Bus zurück warten mußte. Doch dort habe sie einen Baum gesehn mit wunderschönen dünnen Blättern: den Tree in Tanjung Malim, einer Ortschaft etwa 70 km außerhalb von Kuala Lumpur. Doch wie sie später, am Ende des Filmes selber meint: Even if I fail to get to where I wanted to go, I get to see beauty.

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Aido: Slave of Love (Susumu Hani, Japan 1969)

Here are some pictures I took during a private screening of Susumu Hani's extremely rare and seldom seen feature film  AIDO - SLAVE OF LOVE , which is the movie Hani made after the famous NANAMI: INFERNO OF FIRST LOVE. The film is beautifully shot, completely absorbing and structurally abandoning all narrative consensus - it is somehow - for most of the time - a subjective trip into the mind of the protagonist Shusei (Kenzo Kawarasaki). As you can asume, a dreamlike state predominates the film; and with its' devotion to extensively focussing on the details of the body while making love, presented in detailed close-ups, aswell as its' beautifully daring setpieces, it reminded me to some extent of Toshio Matsumoto's experimental oeuvre, as for example in his short film PHANTOM . AIDO was submitted to the competition-section of the 19th Berlin International Film Festival (aka Berlinale) - a fact that is quite astonishing, if you consider the direction the main section of ...

Abschied

Micha hat diesen Blog fast 15 Jahre mit großer Leidenschaft geführt. Seine Liebe zum asiatischen Kino hat ihn in dieser Zeit in Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen gebracht. Viele von euch waren ihm, wenn auch nicht räumlich, so doch gedanklich und emotional sehr nah. Jetzt ist er am 30.12.2021 zuhause in Bonn gestorben. Ich habe mich entschlossen, Michas Schneeland-Blog auch in Zukunft nicht offline zu stellen. So können Interessierte weiterhin all die klugen, detailgenauen und begeisternden Gedanken zum asiatischen Kino nachlesen, die er über die Jahre festgehalten hat.  Neben seinem Blog hatte Micha 2021 noch ein neues Projekt aufgenommen: Gemeinsam mit der Videokünstlerin Sandra Ehlen und Thomas Laufersweiler von SchönerDenken hatte er begonnen, in einem Podcast das filmische Werk von Keisuke Kinoshita zu besprechen. 25 Beiträge sind so bis zu Michas Tod im Dezember noch entstanden. Alle zwei Wochen erscheint nun eine Folge dieser Kinoshita-Reihe. V ielleicht eine sc...