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Koma (Naomi Kawase, Japan 2009)


Ein junger Großstädter koreanischer Abstammung reist in den Bezirk Koma in Nara, um eine Schriftrolle seines verstorbenen Großvaters dem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen. Die Erfüllung dieses letzten Wunsches hat dann aber zur Folge, dass er die etwas verquere Hatsuko, die Tochter der Familie, kennenlernt, die ihm mythische Geschichten von Berggeistern und ihrer hingebungsvollen Liebe erzählt. Von Hatsuko scheint eine seltsame Faszination auszugehen...



Wie kaum ein(e) andre(r) Regisseur(in) versteht es Naomi Kawase, arthousige Filme zu drehen, die so wunderbar schwebend leicht und balastfrei daherkommen (allenfalls Hong Sang-soo fällt mir da noch ein). Mit Handkamera und selbstredend ohne extradiegetische Musik kreiert sie die ihr eigene Kawase-Atmosphäre, die eine tiefe, ruhige, beinahe schon meditative Stille ausstrahlt (die sehr faszinierend ist und nie manieristisch wirkt), und die dennoch eine Spannung unter der Oberfläche vermittelt, die einen gebannt am Film kleben läßt. Es sind viele kleine Details, die sie am Wegesrand aufsammelt: Pflanzen, Tiere, das Licht durch die Bäume, und zugleich weiß sie diesen Film in einem historischen Kontext zu verorten, der mühelos die Brücke zum koreanischen Bezugsrahmen schlägt. Einzig die Rückblenden schienen mir etwas unnötig.

Hier kann man ein wenig auf ihrer Homepage blättern und in ihrem Tagebuch ein paar Kleinigkeiten zum Film nachlesen.

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