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Freeze me (Takashi Ishii, Japan 2000)

Fünf Jahre nach einer Vergewaltigung in ihrem Heimatdorf wird die mittlerweile in Tokyo lebende Protagonistin von den einstigen Peinigern erneut heimgesucht.



Wieviel kann ein Mensch ertragen?, scheint Ishii hier zu fragen. Die besondere Leistung besteht sicher darin, daß er aus einem Rape- & Revengemovie, deren es unzählige in der japanischen Filmhistorie gibt, einen behutsamen und beinah "leisen" Film zu machen versteht. Verstörend ist dabei nicht nur das ausgezeichnete, nuancierte Spiel der Harumi Inoue zwischen Erinnerung, Verzweiflung, Wut und Aufbegehren, sondern auch die Gestaltung der Peiniger, dreier extrem gewalttätiger Individuen mit ihren Ticks und Abgünden. Die mehrfach wiederholte, enorm zynische Prämisse, mal wieder ihre "alte Freundin Chihiro in Tokyo zu besuchen" gibt davon Zeugnis. Gegen Ende gönnt sich Ishii dann allerdings doch ein paar "Breast-shots", die er bislang diskret vermieden hatte. Allerdings erst ab dem Zeitpunkt, als sie sich zu wehren beginnt - möglich, dass eine erwachte Souveränität ins Bild gesetzt werden soll.



Ein aufwühlender und faszinierender Film, der allzu einfache schwarz/weiß-Zeichnungen vermeidet und in seiner Komplexität umso stärker wirkt. Mit Exploitationkino hat das überhaupt nichts zu tun.

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Abschied

Micha hat diesen Blog fast 15 Jahre mit großer Leidenschaft geführt. Seine Liebe zum asiatischen Kino hat ihn in dieser Zeit in Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen gebracht. Viele von euch waren ihm, wenn auch nicht räumlich, so doch gedanklich und emotional sehr nah. Jetzt ist er am 30.12.2021 zuhause in Bonn gestorben. Ich habe mich entschlossen, Michas Schneeland-Blog auch in Zukunft nicht offline zu stellen. So können Interessierte weiterhin all die klugen, detailgenauen und begeisternden Gedanken zum asiatischen Kino nachlesen, die er über die Jahre festgehalten hat.  Neben seinem Blog hatte Micha 2021 noch ein neues Projekt aufgenommen: Gemeinsam mit der Videokünstlerin Sandra Ehlen und Thomas Laufersweiler von SchönerDenken hatte er begonnen, in einem Podcast das filmische Werk von Keisuke Kinoshita zu besprechen. 25 Beiträge sind so bis zu Michas Tod im Dezember noch entstanden. Alle zwei Wochen erscheint nun eine Folge dieser Kinoshita-Reihe. V ielleicht eine sc...

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Thittam Irandu (2021) ‘திட்டம் இரண்டு’ Directed by Vignesh Karthik

Thittam Irandu is a south Indian Tamil police procedural mixed with a nice love story that turns sour as the female detective investigates in a murder case and consecutively digs into the life of her new boyfriend . It is a very dark and atmospheric police procedural, with a hefty overstuffed script - but also with too many fade outs and accumulated scenes that make it almost impossible to find an organic flow in the long  run. It's getting quite annoying as it loses its 'natural rhythm' further down the road, if there's anything like that in filmmaking. Thittam Irandu could have been a lot better aswell with a little more effort especially in the sound department for there are endless repetitions of filler music. Wouldn't have been bad if it took care of the endless plot meanderings at the end aswell. But, there's good acting throughout, so I won't complain too much. Thittam Irandu is enjoyable for most of the running time, even though it starts to dra...