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Super, Girls! / Chao Ji Nu Sheng (Jian Yi, China 2007)


Ein Film, kurz mal dazwischengequetscht. Und eine Überraschung!
Der unterhaltsame und doch nüchterne Dokumentarfilm portraitiert zwei, drei Teilnehmerinnen des chinesischen Pendants von „Deutschland sucht den Superstar“ - und das auf eine sehr unaufgeregte Weise: nicht „hinter den Kulissen“, sondern ausschließlich das Private, "der Mensch" steht im Fokus des Films. Naürlich scheiden, um gleich vorneweg mal zu spoilern (was nicht schlimm ist, denn darum geht es im Film überhaupt nicht) die Kandidatinnen alle bereits in einer der Vorrunden aus. Und dann fließen auch Tränen, oder man ist aufgebracht, da man korrupte Schiebereien unterstellt – doch unterkriegen lassen sie sich nicht, und die Mädels warten auf die Contests im nächsten Jahr oder nehmen an einem der anderen der mittlerweile zahlreichen reich + berühmt - Wettbewerbe teil.
Schrecklich, möchte man meinen; denn was geht einen das Schicksal dieser Teenager an? Um es kurz zu sagen: viel. Man bekommt einen sehr direkten, aktuellen Eindruck eines Teils der chinesischen Jugend vermittelt, Menschen mit Träumen und Hoffnungen, die einem auch nahe gehen, Menschen aus Großstädten fern jeder parteistaatlichen Bevormundung, die ganz dem verwestlichten Rummel des Geldverdienens und des Schönseins aufgesessen sind – die aber auch selbstkritisch sind und unglaublich humorvoll sein können, und mit einem Schulterzucken Niederlagen wegzustecken versuchen. Wenn man schon weiß, dass man nicht weit kommen wird, dann werden halt Supergirls-Kugelschreiber verkauft, damit man mal die Mama mal zum Essen einladen kann.
Was man in SUPERGIRLS! sieht, schreckt oft ab; glücklicherweise hat man sich für die Doku aber Mädels rausgesucht, die ziemlich sympathisch sind, die sich etwas Bodenständiges bewahrt haben und völlig unhysterisch zu Werke gehen. Hier wird zum Glück niemals gekreischt.

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