Viel Aufhebens wird gemacht um Johnnie Tos "erste" Mainland-Action-Produktion (obwohl der Film durchaus HK-co-produziert ist und auch teilweise in Hong Kong selbst spielt, die zweite Hauptfigur Honk Kong-Superstar Louis Koo ist und To die Romcom DON'T GO BREAKING MY HEART (2011) ebenfalls schon in China drehte) - und damit soll einerseits darauf abgehoben werden, dass das Filmemachen in Hong Kong (wieder mal) in einer Krise stecke, und andererseits der chinesische (Absatz-) Markt, alles dominierend, die habgierigen Krallen ausstreckt. Und in gewisser Weise sind die Befürchtungen auch berechtigt, denn was wird aus dem "unabhängigen" Filmland Hong Kong, wenn sogar schon Johnnie To, eine Ikone der Stadt, seine Filme nach den zensurkonformen Mainlandbedingungen ausrichtet! Aber man darf sich beruhigen: DRUG WAR ist ein echtes Johnnie To-Brett geworden. DRUG WAR wird dominiert von formalen Strukturen, die über zwei Knotenpunkte die Entwicklung des Films steue...