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Parasite Doctor Suzune – Evolution (Ryu Kaneda, Japan 2011)

(c) Tiberius Film

Doktor Suzune erwacht in einer kahlen Fabrikhalle aus einem Koma und beginnt zuerst einmal damit, sich wachzureiben und dabei merkwürdig zu stöhnen. Das macht ihr sichtlich keinen großen Spaß, aber sie kann wohl nicht anders. Ihr Bustier ist üppig und die Lederklamotten sind genauso makellos wie in Teil 1, wo sie analog auf einem Hausdach aufgewacht war – ein kurzer Moment, in dem man an Koji Wakamatsu Go, Go, Second Time Virgin! (1969) denken konnte, bevor einen der cineastische Alltag wieder ernüchternd einholte. Zum Glück aber hat sie noch ihren Frosch dabei, in der hübschen Retro-Tasche, die sie sich um den Oberschenkel geschnallt hat, und der mit Vorliebe Parasitenwürmer verzehrt. So ist sie nicht ganz allein. Und Suzune fragt sich dann, inwändig philosophisch zu sich selbst sprechend, was an der Katastrophe, die die Menschheit momentan heimsucht, Schuld sein könnte… “Immer mehr gesundes Essen, Haustiere, die Erderwärmung?”

Darauf folgt eine Montage der Sexszenen aus Teil 1, der da gewichtig hieß: Genesis (und derart gewisse Parallelen auf erfolgreiche US-Blockbuster herzustellen versucht). Wir lernen: Der Verzehr von Tomaten aus einer Bento-Box kann Viren übetragen, insbesondere, wenn es sehr lasziv geschieht; aber auch das Bummsen mit dem Abteilungsleiter auf einem roten Ledersofa hat in apokalyptischen Zeiten unvorhersehbare(re) Folgen. Suzune aber gibt nicht auf, sie sucht nach Parasiteneiern in der ganzen großen Stadt, und wenn sie mal durchschnaufen muss, dann begibt sie sich aufs Hausdach und starrt bedrückt über die Dächer der Metropole. Dazu etwas melancholische Musik, und beinahe findet man das dann gut, irgendwie. Regen setzt ein.

Anschließend folgen mehrere Szenen, die offensichtlich aus willkürlich zusammengewürfeltem Material arrangiert wurden, in denen irgendwelche Personen auftauchen, die mit der Handlung nichts weiter zu tun haben, die auch hinsichtlich Suzune keine Konsequenz haben – es wird also eher für Verwirrung gesorgt und ordentlich Spielzeit herausgeschlagen, denn dieser Teil 2 will eben auch gefüllt werden. Doch dann findet der Film wieder zu sich und konzentriert sich ganz auf die Brüste und die Fährnisse seiner Protagonistin Suzune. Diese, ja!, jagt nun wieder Würmer, bzw. Menschen, die mit Parasitenwürmern befallen sind. Die nächste rektale OP lässt also nicht mehr lange auf sich warten, doch zuvor müssen noch mehrere Kampfsportszenen mit verschiedenen Unholden abgefeiert werden, bzw. etwas Wire-Fu mit den drei irren, blauberockten Wissenschaftlern des bösen Imperiums, das Suzunes Vater zu installieren bestrebt ist...


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