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One Million Yen Girl (Yuki Tanada, Japan 2008)

Die 21-jährige Suzuko (Yu Aoi) will mit ihrer besten Freundin zusammenziehen, da sie sich als Teilzeit-Jobber keine eigene Wohnung leisten kann. Mit ihren Eltern steht sie nicht auf bestem Fuße, der kleine Bruder kann sie nicht leiden. Als dieses Experiment gründlich schief geht, muß sie einen hohen Schadensersatzbetrag abbezahlen, da sie vom Freund ihrer Mitbewohnerin gelinkt wurde. Wieder eine menschliche Enttäuschung. Fortan beschließt sie, frei von Ort zu Ort zu ziehen, allzu enge menschliche Kontakte zu vermeiden, und erst zurückzukehren, wenn sie eine Million Yen gespart hat.

Tanada weiß zu begeistern mit ihrem zugleich ruhigen, anrührenden und lustigen Film. Er ist phantastisch photographiert, gut rhythmisiert, exzellent gespielt, sehr unterhaltend, feinfühlig, vielschichtig und trotz seiner Länge enorm kurzweilig. Tolle Charakterentwicklungen. Wollte man etwas bekritteln, dann allenfalls, dass die Regisseurin dank ihrer Hauptdarstellerin manchmal sehr auf die Charmedrüse drückt. Der Film ist schon eine ziemliche Yu Aoi - Show. Tanada hat übrigens auch das Drehbuch zu SAKURAN von Mika Ninagawa geschrieben - ebenso ein Film, den man sich tunlichst anschauen sollte.
So hatte sich der Festivaltag für uns stetig gesteigert und mit einem tollen Film abgeschlossen.

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