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An Actor's Revenge / Yukinojô henge (Kon Ichikawa, Japan 1963)


Der Kabukidarsteller Yukinojo gelangt mit seiner renommierten Theatertruppe nach Edo und auch dort ist das Publikum begeistert. Während seiner Aufführung jedoch sieht er oben in den Rängen genau die Verschwörerbande aus der damligen Zeit in Nagasaki sitzen, die seinen Vater zuerst in den Ruin, dann in den Selbstmord getrieben haben. Daraufhin folgte die Mutter dem Gatten. Nun wähnt er seine Zeit für die Rache gekommen, und da ihn die Tochter des mächtigen Dobe anzubeten scheint, fasst er einen teuflischen Plan: das Mädchen zu gewinnen um sich in die Gesellschaft eizuschleichen, Intrigen zu spinnen und endlich Rache nehmen zu können.

Ichikawa brilliert mit diesem Köstum-Historienstück, einem Remake von Teinosuke Kinugasas Film von 1935, bei dem Hasegawa ebenfalls schon die Hauptrolle spielte (!). Er mixt das Drama und die Tragödie mit der Komödie, fügt eine Prise Melodramtik und Pulp(!) hinzu, läßt einen Erzähler die Handlung kommentieren und betont den Film mit klassischem japanischem Minimalismus, Orchesterscore und Jazz. Damit nicht genug hat er einen fulminanten Cast zusammengesteltl: Kazuo Hasegawa als Hauptdarsteller in einer Doppelrolle, eine Ayako Wakao die hier sehr jung aussieht, Eiji Funakoshi (AFRAID TO DIE, A FALSE STUDENT, HYOTEN: FREEZING POINT) und Fujiko Yamamoto seinen exemplarisch genannt.

Das besondere am Film, der in seiner Struktur und Narration deutliche Züge eines Bühnenstücks trägt - etwa durch eine recht klare Einteilung der Szenen, die wie Akte wirken - ist seine Bildgestaltung und künstliche Ästetik. Da wird wie in den späteren 70ern mit Licht gearbeitet, mit Abblenden des Hintergrunds oder Spots auf die Protagonisten, deutliche Farbmanipulationen sind zu erkennen, sowie eine künstliche Atmosphäre durch die Studiobauten. Einstellungen wiederholen sich, oder eine geometrische Positionierung wird spät am Ende des Filmes gespiegelt wieder aufgenommen. Über all der Optik leidet manchmal etwas der Fluss und die Spannung, doch sind das zu vernachlässigende Kritikpunkte an einem sehr sehenswerten Film. Bitte anschauen. Bloss keine Angst vor Kabuki!

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Shinjuku Mad (Kôji Wakamatsu, Japan 1970)

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HKIFF 2017: VANITAS (Takuya Uchiyama, Japan 2016)

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