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True Women for Sale / Sing kung chok tse yee: Ngor but mai sun, ngor mai chi gung (Herman Yau, Hongkong 2008)


Übersetzt man den Originaltitel komplett, so lautet er Ich verkaufe nicht meinen Körper, sondern meinen Unterleib. Und damit ist man mittendrin im Drama der Prostituierten von Sham Shui Po, die sich weigern, dem Freier mehr darzubieten, als den Unterleib.
Im Zentrum des Filmes stehen vier Charaktere: die Prostituierte Chung, die sich dank ihres Kokainkonsums die geschrotteten Zähne richten lassen möchte; ein Fotoreporter, der sich ihr an die Fersen heftet, da er dringend eine Story braucht; die Festlandchinesin Lin-Fa, die hochschwanger ihren Gatten bei einem Unfall verliert und nun um ihre Aufenthaltsgenehmigung bangt; sowie der Versicherungsmakler Lau (Anthony Wong), der diesen heruntergekommenen Bezirk durchstreift, um den Ärmsten eine Versicherung aufzuschwatzen. Doch entdeckt er in den Schicksalen der Menschen stets und dummerweis sein Herz, sodaß er selbst ausstehende Zahlungen zu tätigen pflegt.
Anthony Wong konnte nicht nur in TURNING POINT überzeugen, sondern tut es auch hier (wieder). Seine Darstellung des tolpatschigen Geschäftsmanns mit Herz ist äußerst gelungen, er ist das emotionale Zentrum des Films. Überhaupt überzeugt der Film mit einem durchweg leichten Ton, der zwar vor den Unbilden des Lebens nicht zurückschreckt, doch auch auf recht "humanistische" Weise seine Figuren begleitet, und diese gerade nicht als skandalöses Ereignis mißbraucht. Es ist ein Alltag von vielen, mit dem Schicksal von vielen. Schaut man genauer hin, individualisiert man die Tragödien und Komödien, entsteht ein Portrait, das manchmal weh tut, manchmal zum Lachen bringt.

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Abschied

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Two famous female writers from Japan: Yû Miri's 'Tokyo Ueno Station' & Hiromi Kawakami's 'People from my Neighbourhood'

TOKYO UENO STATION is not a straight narrative, but rather a quite experimental novel. As "the plot" unravels in flashbacks - by an obscure, already seemingly dead medium floating around Ueno park, the story of a life of hardship  is slowly being revealed. Of heavy labor, broken families, financial troubles and finally: homelessness. This is not the exotistic Japan you will find on a successful youtuber's channel. The events get illustrated by those of "greater dimensions", like the historical events around Ueno park hill during the Tokugawa period, the Great Kanto earthquake, the fire bombings at the end of WW II or the life of the Emperor. Quite often, Yû Miri uses methods of association, of glueing scraps and bits of pieces together in order to abstractly poetize the narrative flow . There are passages where ideas or narrative structures dominate the text, which only slowly floats back to its central plot. TOKYO UENO STATION is rather complex and surely is n...