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Sasori - Scorpion (Shunya Ito, Japan 1972)

Nami Matsushima (Meiko Kaji) läßt sich vom gerissenen Polizisten Sugimi als verdeckte Ermittlerin in einer Drogensache anheuern - und auch das Bett darf sie mit ihm teilen. Als er die Bande auffliegen läßt, verrät er seine Geliebte und benutzt sie als Köder. Matsu wird von den Gangstern vergewaltigt. Beim Versuch sich an Sugimi zu rächen, wird sie geschnappt und kommt in den Knast. Dort allerdings wird sie von sadistischen Aufsehern mißbraucht und von rivalisierenden Mitinsassinnen gefoltert, beschimpft und verraten. Sasori sinnt auf den Ausbruch um sich an den Männern rächen zu können, die ihr das angetan haben.

Japan-Exploitation at it's very best. Ein Augenschmankerl jagt das andere, die Inszenierung ist wirklich sensationell kreativ und der Score phantastisch. Die Story trägt in ausreichendem Maße und bietet einen wunderbaren Women-in-Prison-Film, der sich nicht zu schade ist, in jedem ausbeuterischen Schmutztümpel ein Bad zu nehmen. Oben ohne, versteht sich. Und dann gibt es immer wieder diese kleinen Momente voller Aufrichtigkeit, beeindruckender Poesie, in der die Bilderkraft, die Musik und die großartige Meiko Kaji zusammenfinden. Fantastisch.

PS: Alex' Verweis auf diesen Film im Kommentar zu KICHIKU war sehr gut erinnert: ja, da gibt es diesen Blutfleck, der auf dem Laken sich zur roten Sonne der japanischen Flagge weitet, aber auch am Ende fast eine parallele Szene zu obigem Fim; denn beim Schlußkampf oben auf dem Hausdach wirft der sterbende Sugimi das Messer hoch in die Luft und, wie man beim Flug erst sieht, auf die japanische Flagge, die dort weht. Der Selbsthaß auf das eigene Land scheint durchaus vorhanden! Vielleicht sind ja die Japaner die Österreicher Asiens... :-)

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Abschied

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Shinjuku Mad (Kôji Wakamatsu, Japan 1970)

Der Film beginnt wie ein jazziges Requiem: zu sowohl swingender wie melancholischer Musik läuft die Kamera (wie der Protagonist) durch die Straßen Shinjukus und überall liegen Leichen oder schwerverletzte Jugendliche herum. Ein Gefühl von Vergeblichkeit und Hoffnungslosigkeitg, von Entsetzen macht sich breit. In einem amerikanischen Film wäre das nun die Ausgangslage, und in einem Rückblick würde man sehen, wie es zu diesem Desaster gekommen ist. Nicht so bei Wakamatsu, der von seinen Zuschauern zu wissen erwarten kann, dass man es hier mit den Aufständen der Studenten zu tun hat, die Mitte und Ende der 60er gegen den Staat und das Militär die Stimme und auch ihre Fäuste erhoben, eine Gemeinschaft der Revolte, mit Splittergruppen der Japanischen Roten Armee, oder sonst einer radikalisierten linken Zelle. Vielleicht waren es aber auch nur Künstler oder Hippies, die hier ihr Leben lassen mussten. Vor diesem politischen Hintergrund spielt sich das persönliche Drama eines Vaters ab,...

Two famous female writers from Japan: Yû Miri's 'Tokyo Ueno Station' & Hiromi Kawakami's 'People from my Neighbourhood'

TOKYO UENO STATION is not a straight narrative, but rather a quite experimental novel. As "the plot" unravels in flashbacks - by an obscure, already seemingly dead medium floating around Ueno park, the story of a life of hardship  is slowly being revealed. Of heavy labor, broken families, financial troubles and finally: homelessness. This is not the exotistic Japan you will find on a successful youtuber's channel. The events get illustrated by those of "greater dimensions", like the historical events around Ueno park hill during the Tokugawa period, the Great Kanto earthquake, the fire bombings at the end of WW II or the life of the Emperor. Quite often, Yû Miri uses methods of association, of glueing scraps and bits of pieces together in order to abstractly poetize the narrative flow . There are passages where ideas or narrative structures dominate the text, which only slowly floats back to its central plot. TOKYO UENO STATION is rather complex and surely is n...