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Kichiku dai enkai (Kazuyoshi Kumakiri, Japan 1997)


Als der Anführer Aizawa einer linksradikalen Studentengruppe in den Knast kommt, beginnt unter seinen Anhängern der Kampf um die Nachfolge. Hier tut sich insbesondere seine Ex hervor, die als nymphomanische Verrückte es recht schnell versteht, die Männer für sich einzunehmen. Wenig später allerdings rächt sich dieses Auserwähltsein, denn im angrenzenden Wald wird sich dieser Emporkömmlinge entledigt. Als die Gewaltschranken fallen gibt es kein Halten mehr, und der Alptraum zieht sich bis in die Schlußsequenzen im verfallenen Gebäude im Wald hin.

In meinen Augen ein echtes Highlight, den ich mindestens genauso gerne kucke wie Tsukamotos TETSUO. Wie Kumakiri hier den Ton zur DV-Kamera einsetzt ist großartig, immer verstörend, und umso faszinierender. Die Atmosphäre in der ersten Hälfte des Films ist enorm dicht um dann in der zweiten in eine Odysse der Gewalt abzudriften, die am Ende mit den Mythen und Traditionen Japans abrechnet, emblematisch eingefangen in dem Bild, als der wiedergekehrte Samurai sein Schwert in den roten Kreis der japanischen Flagge stößt.

Fantastischer Film des aus Osaka stammenden Regisseurs, der mit seinen Folgefilmen bewiesen hat, daß er zu den ganz großen Hoffnungen der japanischen Filmkunst gehört. KICHIKU ist immer wieder atemberaubend toll.

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