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*** Gast - Review ***

[ Bereits seit einiger Zeit spukt mir immer wieder im Kopf herum, auch andere Leute auf dem Blog zu Wort kommen zu lassen. Umso mehr freut es mich, daß der von mir besonders geschätzte Forenkollege PASHEKO, filmforen-Urgestein und grandhomme der Trashologie, hier den Anfang macht. Über diesen Link gelangt ihr zu seinem Filmtagebuch, das wirklich unzählige Kostbarkeiten enthält. Viel Spaß! ]


KANZO SENSEI /Dr. Akagi (Shohei Imamura, Japan/Frankreich 1998)

1945: Der Landarzt Akagi rennt von einem Patienten zum nächsten, nur um doch jedesmal Hepatitis zu diagnostizieren. Das trägt ihm den Spitznamen "Dr. Leber" ein und obwohl die Krankheit zu diesem Zeitpunkt wirklich stark verbreitet ist, scheint der Mediziner auch ziemlich besessen von ihr zu sein. Als er einen geflüchteten holländischen Kriegsgefangenen bei sich versteckt, um dessen Folterwunden zu heilen, bekommt er bald Ärger mit dem Militär...

Ein Jahr nach dem fabelhaften Unagi ist Imamura wieder eine wundervolle Mischung aus komischen und traurigen Momenten gelungen, die einem gehörig das Herz erwärmt. Neben all den liebenswerten Figuren, die trotz ihrer Fehler, Spleens und Schwächen in einer unmenschlichen Zeit die Courage besitzen, nicht von ihren ethischen Grundsätzen abzuweichen, überläßt der Film durch seine Offenheit und Ambivalenz es auch dem Zuschauer, die Geschehnisse endgültig zu bewerten. Von Pathos, Kitsch und Klischees weit und breit keine Spur. Feinstes Kino.
(Alex Klotz)

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Mad World - Hong Kong's entry for the foreign language Oscar (Wong Chun, 2016)

Wong Chun's debut feature film is not really part of the Hong Kong International Film Festival, but one I did see during my stay here at Mongkok's Broadway Circuit outlet as a regular screening on a sunday morning.

It's a quiet and atmospheric film that is quite beautifully shot and extremely well acted by Eric Tsang (kudos!) and Shawn Yue, his son suffering from bipolar disease. It's a film about fatherhood and responsibilities, about getting old in financially difficult times. They both live in a shared flat with three other parties. No one seems to be able to pay rent anymore in Hong Kong. It's really depressing.

Mad World is definitely worth watching, as it has been screened in Busan and in Toronto. It got mixed reviews overall, but I really don't understand why. There are no loose ends, the plot is fragmented with flashbacks to family history, but that always makes sense and adds to the depth of the characters. I really liked it and recommend…

A Pool without Water / Mizu no nai puuru (Kôji Wakamatsu, 1982)

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Diese Spannung überträgt sich bald auf die Handlung und findet ein Ventil - mehrfach wird er Zeuge, wie verschiedene Menschen, meist Frauen, Opfer von Rücksichtslosigkeiten, rüpelhaftem Benehmen oder gar körperlicher Gewalt werden. Da ist er dann de…

Nippon Connection 2017: Kohei Taniguchis Independent-Wrestling-Komödie DYNAMITE WOLF (Japan, 2017)

Der kleine Hiroto, oben links außen auf dem Bild, steckt in der Krise: er ist zwar erst in der Grundschule, doch kann er sich partout nicht dafür entscheiden, welchen Freizeit-Kurs er an der Schule belegen soll. Es versucht es mit Fußball, das endet aber dramatisch als Desaster. Da gerät er zufällig in ein Wrestling-Match mit dem berühmten Dynamite Wolf und ist wie elektrisiert: das Spektakel, die Inszenierung, das Toben der Leute vor Begeisterung - ja, da schlägt sein Herz höher und zum ersten Mal lächelt er dann im Film. Seinen Eltern und den Mitschülern erzählt er erstmal nichts von seiner neuen Leidenschaft, ist doch seine einzige Möglichkeit zu trainieren die Bekanntschaft mit einem merkwürdig abgerissenen Gesellen am Flußufer (oben rennend), der mit einer umgebauten Dummy-Sexpuppe als Sparringspartner trainiert. Ob das der richtige Umgang für einen Jungen ist, das darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
 Aber natürlich, so will es das Gesetz des Films: es hätte ihm nichts Be…