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The Guys from Paradise / Tengoku kara kita otoko-tachi (Takashi Miike, Japan / Philippinen 2000)


Der japanische Geschäftsmann Kohei Hayasaka scheint zunächst unschuldig in einer Haftanstalt in Manila einsitzen zu müssen: ihm wird vorgeworfen, Drogen geschmuggelt zu haben. Als Japaner genießt er eine bevorzugte Behandlung und wird z. B. in einen extra für Ausländer abgesonderten, komfortablen Zellentrakt verlegt. Dort lernt er den Gangster Yoshida kennen, der innerhalb des Gefängnisses einen gut durchorganisierten Verbrecherring aufgebaut hat, und der Kohei in sein Team integrieren möchte. Yoshida ist erstmal überfordert von der korrupten Parallelgesellschaft, auf die er sich eingelassen hat, doch lernt er bald die Vorzüge kennen: gegen Geld kann man hier alles bekommen, und Yoshida darf sogar für "Geschäftstermine" das Gefängnis verlassen. Doch dann holt die Vergangenheit nicht nur Kohei, sondern auch Yoshida ein, und der einzige Ausweg scheint die Flucht...


GUYS ist ein ziemlich gelungener Film von Miike - schon allein deshalb, da er 1. gut gespielt und 2. sehr ordentlich photographiert ist, und 3. die Zuschauererwartungen unterläuft. Die "Hölle von Manila", so der deutsche Titel läßt auf einen gore-igen Schlachthaus-Knastfilm hoffen; doch Miike präsentiert einen eher ruhigen, zurückhaltenden Film, der seinem Ensemble genug Raum gibt, den Charakteren Leben einzuhauchen.


Action gibt es, die eine oder andere Ekelszene, gute Shoot-Outs auch - aber eben erst Richtung Finale. Und da hat der Film sein magisches Potential schon längst entfaltet. Ganz anders und konventioneller gedreht als der wunderschöne und total durchästhetisierte Knastfilm BIG BANG LOVE - JUVENILE A, doch jedenfalls in meinen Augen sehenswert. Ach ja (!), das Ende ist zum Schmunzeln...

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