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Onibaba (Kaneto Shindo, Japan 1964)


Eine unbeschreiblich intensive Atmosphäre dominiert diesen ganzen Film - und obwohl er in einer besonderen Art von Idylle spielt, am Fluß, im Schilf, meist strahlt die Sonne, herrscht permanente Beklemmung. Die Innenräume der kärglichen Behausungen sprechen eine deutliche Sprache: bitterste Armut der Bauern. Sie sind die größten Verlierer der Kriege, die um sie herum toben. Zwei Frauen, von den Männern an den Krieg verloren, müssen sich selbst durschlagen. Auf deutsch: Onibaba, die Töterinnen. Das tun sie, um zu überleben; Soldaten, die sich mit letzter Kraft vorbeischleppen werden gemeuchelt und die Rüstung einem zwielichtigen Schurken, welcher selbst in einer Höhle haust, verkauft.


Die Leichen werden anschließend in einem tiefen Loch entsorgt. Aber auch: Sexualität liegt in der Luft, unbefriedigte Bedürfnisse, menschliche Abgründe und Eifersucht. Als ein Mann auftaucht, beginnt die eigentliche Schlacht.


Religion, Buddhismus. Masken. Moral, Jigoku, die Hölle. Wo der Film herkommt, aus der Legende, was benutzt wird, um zu terrorisieren. Der Glaube, der Wahn, das Morden. Auch hier herrscht Krieg, man spürt ihn früher, als daß man ihn sieht - doch dann ist er allgegenwärtig.


ONIBABA - ein Meisterwerk. Moralische Parabel und Historienfilm zugleich, Horrorfilm und Posie. Alles auf engstem, reduziertem und kondensiertem Raum. Fantastisches Kino.

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